Hamburg

Ince Germany trennt sich vom britischen Mutterhaus

Autor/en
  • Aled Griffiths

Das deutsche Ince-Büro macht sich selbstständig. Nach JUVE-Informationen erfolgte die buchhalterische Trennung vom britischen Mutterhaus friedlich, die bisherigen Geschäftspartner „werden weiterhin eine enge Beziehung als bevorzugte Empfehlungspartner pflegen“, heißt es in einer Aussendung der börsennotierten Ince Group.

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Das Hamburger Büro von Ince löst sich vollständig aus der Gruppe.

Die neue Hamburger Einheit wird unter Ancon Blue firmieren.

Der Seerecht- und Versicherungsspezialist Ince eröffnete Anfang der 2000er Jahre in Hamburg mit zwei Partnern der alteingesessenen Schifffahrtskanzlei Dabelstein & Passehl. Mit der Abspaltung eines größeren Teams aus Schifffahrtsrechtlern in eine eigene Kanzlei 2011 sowie dem Wechsel von Versicherungsrechtlern zum Erzrivalen Clyde & Co. 2018 stockte allerdings das Wachstum. Auch das Kölner Büro machte sich 2019 selbstständig.

Auch das britische Headquarter erlebte nach der Übernahme durch die börsennotierte Anwaltskanzlei Gordon Dadds turbulente Zeiten. Seitdem ist die gesamte Gruppe am Alternative Investment Market (AIM) der Londoner Börse gelistet. Anfang des Jahres hatte die Wirtschaftsprüferin BDO Bedenken hinsichtlich des Prüfungsprozesses bei der Rechtsdienstleisterin geäußert.

Am 31. März hatte Ince dann durch eine Ad-hoc-Meldung sowohl den Verkauf der Praxis in Gibraltar als auch die vollständige Trennung von den deutschen Büros angekündigt. Als Grund für die Trennung wurden „die Gesetze und Vorschriften, die nach dem Vollzug des Brexit vorgeschrieben sind“ genannt. Allerdings sollen Ince und Ancon Blue eine enge Beziehung als Verweiskanzleien beibehalten.

Ince Deutschland war allerdings in die Ince Group nicht gesellschaftsrechtlich und finanziell integriert, sondern ausschließlich über Markenlizenz- und Kooperationsverträge verbunden.

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