Neidinger war bislang Managing Associate bei Linklaters. Bei Noerr steigt er als Associated Partner ein, was dem Salary-Partner-Status entspricht. Vor Linklaters, wo er seit 2014 ist, war er bei White & Case tätig. Der IT-Rechtler hat sich insbesondere auf die Begleitung von Transaktionen und IT-Outsourcings spezialisiert. Bei Linklaters war er an einer Reihe von IT-Auslagerungen von Konzernen beteiligt. Dabei dürften sich die Wege mit Noerrs IT-Praxis das ein oder andere Mal gekreuzt haben, beispielsweise als Neidinger an der Seite von Dr. Florian Harder die Mandantin Audi beriet, als diese das Start-up Holoride gründete. Damals waren IT- und IP-Anwälte von Noerr aufseiten des Audi-Managements beteiligt.
Für Noerr ist der Zugang von Neidinger eine Seltenheit, da die große TMT-Praxis ihren Nachwuchs meist selbst aufbaut. Dass sie nun einen Quereinsteiger zum Salary-Partner macht, hat es seit Jahren nicht gegeben. Der renommierte Prof. Dr. Joachim Schrey sorgte im Jahr 2009 für Aufsehen, als er von Clifford Chance zu Noerr wechselte. Seitdem gab es keinen externen Zugang für Noerrs IT-Praxis auf Partnerebene.
Die beiden Neuzugänge von Linklaters sollen künftig insbesondere die Schnittstelle zu Corporate stärker bedienen und von München heraus den Schwerpunkt IT-Transaktionen ausbauen. Mit dem Zugang von Neidinger und dem Associate Dr. Florian Schmitt (35) zählt die IT-Praxis von Noerr 9 Equity-Partner, 7 Salary-Partner, 1 Counsel und 18 Associates.
Linklaters gewann im Mai dieses Jahres Dr. Michael Leicht (42) von White & Case. Er stieg als Partner ein, womit die Kanzlei den Schwerpunkt auf IT-Transaktionen und Carve-outs auf Partnerebene bereits ausgebaut hat. Das Team von Linklaters umfasst nach den Weggängen zum November 2 Partner, 2 Counsel und 2 Associates. (Anika Verfürth)