Beobachter halten die Fusion von LCA und Camozzi für das erste Anzeichen eines neuen Trends in Italien. Nachdem der italienische Anwaltsmarkt in den vergangenen Jahren vor allem durch Spin-offs von etablierten Kanzleien geprägt war, könnte sich nun eine Gegenbewegung abzeichnen: Im Zuge der Wirtschaftkrise erwartet die Branche einen Konsolidierungsprozess, der mittelgroße Kanzleien dazu zwingt, durch Fusionen ihre Marktpräsenz zu sichern. Erst vor wenigen Monaten fusionierte Pirola Pennuto Zei mit Agnoli Bernardi zu einer neuen Kanzlei mit rund 150 Anwälten und einem Umsatz von 110 Millionen Euro.
Neue Kanzlei CBA entsteht durch Fusion
Es ist die erste Fusion des Jahres im italienischen Markt: Camozzi Bonissono Varrenti hat sich mit Studio Associato LCA zusammengeschlossen und firmiert nun unter CBA Studio Legale e Tributario. Die neue Sozietät hat insgesamt 180 Berufsträger, darunter 45 Partner, und Büros in Mailand, Rom, Padua und Venedig sowie eine kleine Repräsentanz in München. Der kombinierte Umsatz beider Kanzleien liegt nach Informationen des italienischen Branchenmagazins 'TopLegal' bei rund 30 Millionen Euro. CBA konzentriert sich auf den Markt im wirtschaftlich starken Norditalien und berät vorwiegend im Gesellschafts- und Steuerrecht.