JUVE spricht mit … Carsten Schneider von Osborne Clarke

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  • JUVE

Carsten Schneider (46) ist seit Sommer 2013 deutscher Managing Partner von Osborne Clarke. Er steuert damit nicht nur die Geschicke der Sozietät hierzulande, sondern begleitet im internationalen Führungsgremium auch die jüngste Expansion der britischen Kanzlei in Nordamerika und Asien.

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JUVE: Mit kräftigem Personalwachstum hat die Kanzlei im ersten Jahr unter Ihrer Führung die Umsatzschwelle von 30 Millionen Euro durchbrochen. Welches Ergebnis peilen Sie als nächstes an?
Carsten Schneider: Personell gewachsen sind wir vor allem an unserem neuen Standort Hamburg. Umsatzwachstum ist für uns kein Selbstzweck, wir wollen aber weiter kontinuierlich wachsen. Wichtig ist uns, die internen Prozesse und die Qualität unseres Geschäfts stetig zu verbessern und Mandatsbeziehungen in möglichst vielen Praxisgruppen zu verankern. Dabei zahlt sich unsere Fokussierung auf bestimmte Industrien aus.

Sie betonen insbesondere die Prozesspraxis stärker. Ist das eine Abkehr von der erfolgreichen Fokussierung auf Industriesektoren?
Ganz im Gegenteil. Branchenexpertise zahlt sich in Prozessmandaten genauso aus wie in der laufenden, operativen Beratung unserer Mandanten und bei Transaktionen. Die Prozessführung auf hohem Niveau hat weiter an Bedeutung gewonnen. Wir greifen dies durch ein Kernteam für Disputes auf, das die Prozesskompetenz aus den verschiedenen Praxisgruppen bündelt und auch die Tätigkeit in Schiedsverfahren ausbaut.

Welche Ziele verfolgen Sie in Berlin? Es scheint, als ob die dortige Repräsentanz vor allem Türöffner für mehr Anteile bei mittelgroßen Deals sein soll.
Für uns als Marktführer im Bereich Venture Capital ist eine dauerhafte Präsenz in der Start-up-Hauptstadt wichtig. Aber Berlin wird auch künftig ein kleineres Büro mit einem besonderen fachlichen Zuschnitt sein, auf eine bestimmte Größe will ich mich da nicht festlegen. Wir setzen unser Wachstum vor allem in Hamburg fort. Auch das Münchner Büro wollen wir künftig noch etwas stärker ausbauen.

Was versprechen Sie sich von den Kooperationen in Indien und Hongkong?
Unsere Indien-Praxis ist seit vielen Jahren etabliert, und zwar inzwischen auch im Outbound-Geschäft. Prashant Mara, der jetzt in Mumbai unter BTG Legal ein Büro eröffnet hat, kennen wir schon lange: Er war bis vor Kurzem für Osborne Clarke aus Köln und London heraus tätig. In Hongkong haben wir mit den Zugängen von Marcus Vass und John Koh von Bird & Bird Partner gefunden, die mit ihrem Fokus auf Digital Business und Corporate/M&A prima zu uns passen. Für unsere Mandanten in Deutschland wird unsere wachsende Präsenz in Asien einen echten Mehrwert bringen.

Das Gespräch führte Marcus Jung.

 

 

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