Regulierungsrecht

Kölner Energieboutique Leitfeld wächst mit Freshfields-Anwälten

Die Kölner Energie-Boutique Leitfeld erweitert ihre Partnerschaft. Von Freshfields Bruckhaus Deringer stoßen zum Januar der Prozessspezialist Stefan Tüngler (49) und der Kartellrechtler Dr. Konrad Riemer (37) zu ihren vier ehemaligen Kollegen. Diese hatten sich im Sommer selbstständig gemacht. 

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Stefan Tüngler

Tüngler und Riemer gehörten zuletzt zur Düsseldorfer Kartell- und Energierechtspraxis von Dr. Ulrich Scholz. Riemer, der 2015 in dem Team begonnen hatte, als Principal Associate, und Tüngler, der nahezu 20 Jahre Erfahrung im Energiesektor mitbringt, als Counsel.

Streit über EEG-Umlage und Nord Stream 2

Tüngler war zuletzt unter anderem für Currenta beteiligt an einem Schadensersatzstreit mit Amprion, in dem es um nicht gezahlte EEG-Umlagen geht. Der Spezialist für Prozesse vor Staats- und Schiedsgerichten bringt viel Erfahrung im Energievertriebsrecht mit. Zuletzt war er auch im Kontext von komplexen Vertragsanpassungen in Handelsbeziehungen gefragt.

Konrad Riemer

Riemer gehörte zum Team, das für Nord Stream 2 mit der Bundesnetzagentur streitet. Er ist darüber hinaus auf energiekartellrechtliche Entflechtungsfragen spezialisiert, die unter anderem im Rahmen der transformatorischen Großfusion von RWE, Innogy und E.on von Bedeutung waren. Riemer bringt aber auch kartellrechtliche Erfahrung im Schienenverkehr mit.

Eingespieltes Freshfields-Team auf neuen Wegen

Tüngler und Riemer treffen bei Leitfeld auf alte Bekannte. Die Leitfeld-Regulierungsspezialisten Dr. Christoph Sieberg, Dr. Thilo Richter und Dr. Margret Schellberg gehörten bis Ende 2016 ebenfalls zum Scholz-Team bei Freshfields. Damals wechselten die auf Netzregulierungsrecht spezialisierten Anwälte zu Flick Gocke Schaumburg, bevor sie gemeinsam mit dem Öffentlichrechtler Dr. Matthias Schleifenbaum die Boutique Leitfeld eröffneten.

Sechs Partner zählt die Einheit mit den Neuzugängen. Diese verstärken vor allem das zivilrechtliche Beratungsangebot. Leitfeld will der wachsenden Nachfrage nach regulatorischer und umweltrechtlicher Beratung auch über den Energiesektor hinaus begegnen. Dazu ist auch weiteres personelles Wachstum geplant. Die neben dem Kerngeschäft liegenden Themen, etwa Gesellschafts- und Datenschutzrecht, will die Einheit über Kooperationen abdecken. 

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