Luxemburg

Debevoise eröffnet mit Fondsspezialist von Allen & Overy

Autor/en
  • Raphael Arnold

Die US-Großkanzlei Debevoise & Plimpton setzt verstärkt auf den kontinentaleuropäischen Markt. Dazu startete sie nun eine eigene Einheit in Luxemburg. Als deren Leiter und Partner vor Ort kam der Fondsexperte Christopher Dortschy, der zuvor als Counsel bei Allen & Overy tätig war. In die weltweite Debevoise-Struktur trat Dortschy als International Counsel ein.

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Christopher Dortschy
Christopher Dortschy

Neben Frankfurt und Paris gründet die Kanzlei damit ein drittes Büro innerhalb der Europäischen Union und ihr zehntes weltweit. Ziel ist es, mit dem neuen Team am wachsenden Fondsgeschäft in Luxemburg teilzuhaben. Denn das Großherzogtum profitiert weiter davon, dass Fondsgesellschaften und Asset-Manager ihre Aktivitäten dort ausbauen, unter anderem als Brexit-bedingte Alternative zum Standort London.

In einem ersten Schritt kommt die Luxemburger Einheit auf voraussichtlich fünf Anwälte, die eng mit den Standorten in London und Frankfurt und den dortigen Fondsteams zusammenarbeiten werden. Die Debevoise-Partnerin Patricia Volhard ist selbst an diesen beiden Standorten tätig und in den Aufbau des Luxemburger Büros eingebunden.

In der Beratung sollen Strukturierungsfragen und aufsichtsrechtliche Angelegenheiten im Vordergrund stehen, insbesondere für alternative Investmentvehikel. Diese Bereiche knüpfen eng an die Schwerpunkte von Dortschys Arbeit an. Bei Allen & Overy zählte er unter anderem zu den Teams, die Campus International und Corestate im Zug von Immobilientransaktionen berieten. Er arbeitete ebenso an Strukturen für Private-Equity- und Private-Debt-Fonds. Stärker in den Fokus sollen zudem Vehikel für Infrastrukturinvestments rücken.

Dortschy ist seit Anfang 2010 in Luxemburg als Anwalt tätig und arbeitete in dieser Zeit vor allem für Allen & Overy, seit Mitte 2016 als Counsel. Zwischen 2013 bis 2015 gehörte er fast drei Jahre lang dem Luxemburger Dechert-Büro an.

Für Debevoise ist die Büroeröffnung ein Meilenstein, weil die Kanzlei mit rund 800 Berufsträgern bislang stark auf New York ausgerichtet ist. Dort arbeiten fast 600 Anwälte für sie, in London sind es gut 140; Paris und Frankfurt kommen zusammen auf knapp 40 Berufsträger. Das Frankfurter Fondsteam zählt aktuell neben Volhard einen Counsel und vier Associates. Die Partnerin war 2017 selbst von P+P Pöllath + Partners zu der US-Kanzlei gewechselt, bei der sie schon als Associate tätig war.

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