Mainz

Mandanten wenden sich von Pfahls Ex-Verteidiger ab

Vor wenigen Tagen war durch einen Bericht der ,Allgemeinen Zeitung' bekannt geworden, dass der anerkannte Mainzer Strafrechtsanwalt Volker Hoffmann wegen Beihilfe zum Bankrott seines früheren Mandanten und Ex-Staatsekretärs Holger Pfahls per Strafbefehl verurteilt wurde. Nun ziehen Mandanten Konsequenzen.

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Das Augsburger Staatsanwaltschaft hatte gegen Volker Hoffmann, Gründer der Mainzer Strafrechtskanzlei Hoffmann & Partner, ermittelt, weil er seinen langjährigen Mandanten Pfahls unterstützt haben soll, Geld vor den Gläubigern zu verstecken. Hoffmann hatte den Ex-Staatssekretär des Verteidigungsministeriums durch dessen Korruptionsverfahren im Komplex um den Waffenhändler Karl-Heinz Schreiber hindurch verteidigt (mehr…). Pfahls wurde 2005 verurteilt. Nach der Haftentlassung soll Hoffmann ihm dann geholfen haben, seine Vermögensverhältnisse zu verschleiern. Der rechtskräftige Strafbefehl lautet übereinstimmenden Presseberichten zufolge auf eine achtmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie eine Geldauflage in Höhe von 100.000 Euro. Pfahls war bereits 2011 wegen Bankrotts zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Hoffmann, in dessen Kanzlei heute insgesamt fünf Anwälte tätig sind, war vor mehr als zehn Jahren einer der ersten Strafverteidiger hierzulande, der regelmäßig als Ombudsmann für Unternehmen tätig wurde und sich so frühzeitig auch den Weg in die Complianceberatung erschloss.

Nach Bekanntwerden des Strafbefehls haben nun einige Mandanten erklärt, nicht mehr mit Hoffmann zusammenarbeiten zu wollen. Dazu gehören Presseberichten zufolge die Kölner Stadtwerke mit ihren Tochtergesellschaften, das Telekommunikationsunternehmen Netcologne, das Abfallwirtschaftsunternehmen RSAG und der Discounter Lidl. Die Kanzlei wollte sich zu dem gesamten Komplex nicht äußern. Hoffmann ist auch in anderen Unternehmen als Ombudsmann tätig. Derzeit ist nicht bekannt, wie sich die andere Unternehmen in der Sache verhalten.

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