„Die Zeit in Deutschland ist reif, um die Mediation neben den Schiedsgerichten und den staatlichen Gerichten als Alternative für die deutsche Wirtschaft professionell zu etablieren“, sagte Ponschab über seinen Entschluss zur Gründung der Spezialkanzlei. „In Deutschland wird im Gegensatz zu anderen Ländern viel über Mediation geredet, aber das Angebot für Mediation ist zu unübersichtlich“, so Ponschab weiter. Er gilt in der Anwaltsszene als einer der Wegbereiter der Wirtschaftsmediation in Deutschland. Zu seiner bekannteren Mandaten der jüngeren Vergangenheit zählt etwa Begleitung eines Zinsswap-Streits zwischen der Stadt Linz und der österreichischen Bank Bawag, in dem es um bis zu einer halbe Milliarde Euro gehen soll.
In seiner neuen Kanzlei konzentriert sich Ponschab ausschließlich auf ADR und Medation und hat dabei Wirtschaftsunternehmen, die öffentliche Hand und vermögende Privatpersonen im Fokus. Zum Startteam gehören auch der frühere Hewlett Packard-Inhouse-Jurist Hans Hardt (58) und der Wirtschaftsingenieur Hans-Gerd Kraus (48). Anfang April schloss sich auch der Anwalt und Mediator Florian Stoll (38) an. Er arbeitete bereits als Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Ponschab zusammen, als dieser noch für Heussen tätig war. Dort zählte Ponschab 1978 zur Gründungsmannschaft des Münchner Büros, wo er von 1980 bis 2005 Partner war. Seit seinem Ausscheiden ist er als of Counsel für Heussen in Mediationsthemen tätig, zudem gehörte er zu den Gründern von Eucon, dem Europäischen Institut für Conflict Management.
Ponschab wird auch künftig weiter als of Counsel für Heussen tätig sein. Mit dieser Konstellation hat die Kanzlei bereits Erfahrung. So verließ 2013 die langjährige Leiterin der Konfliktlösungspraxis, Prof. Dr. Renate Dendorfer-Ditges, die Sozietät und schloss sich der Bonner Kanzlei ihres Mannes an. Seitdem agiert sie als Kooperationspartnerin von Heussen. Insgesamt arbeiten rund zehn Konfliktlösung spezialisierte Berufsträger für die Kanzlei, davon ein Großteil im Münchner Büro.