PCM Avocats wurde 2009 von drei Partnern – darunter dem Bank -und Finanzierungsspezialisten Olivier Marquet – gegründet. Neben ihnen arbeiten dort mittlerweile 17 Associates. Schwerpunkte ihrer Beratung sind Banking, Steuern, Arbeits- und Immobilienwirtschaftsrecht. Zu den Mandanten zählen Finanzinstitute und auch vermögende Privatleute.
Monaco ist mit seinen knapp 40.000 Einwohnern Sitz zahlreicher Investoren: In den vergangenen fünf Jahren habe Monaco seine Attraktivität für ausländische Investoren erheblich steigern können, heißt es bei CMS. Dazu gehörten „administrative, rechtliche und steuerliche Maßnahmen“, so die als Schweizer Verein organisierte Kanzlei gegenüber JUVE.
Lange war das Fürstentum vor allem als Steueroase für wohlhabende Einzelpersonen bekannt. Doch die EU und Monaco haben Mitte vergangenen Jahres ein neues Steuertransparenzabkommen unterzeichnet, das Anfang 2018 in Kraft tritt. Damit wird nicht nur der Kleinstaat verpflichtet, automatisch Bankdaten mit den EU-Mitgliedsstaaten auszutauschen. Umgekehrt erhält auch Monaco Zugang zu Bankinformationen von in der EU lebenden Monegassen. Vergleichbare Abkommen wurden bereits 2016 mit der Schweiz, mit Liechtenstein und San Marino auf dem Weg gebracht. Ein weiterer Eckpfeiler – insbesondere für Investment- und Pensionsfonds – wurde durch das neue Doppelbesteuerungsabkommen gesetzt, das Monaco mit Liechtenstein Ende Juni unterzeichnete.
Ähnlich expansionsfreudig wie CMS, die Anfang des Jahres auch drei neue Mitgliedskanzleien in Lateinamerika bekanntgab, zeigte sich zuletzt auch Norton Rose Fulbright. Diese hatte bereits im November 2016 ein Büro in Monaco eröffnet. Kurz danach fusionierte sie in den USA mit der Traditionskanzlei Chadbourne & Parke und kündige zuletzt an, in Australien mit Henry Davis York zusammenzugehen.