Wiedenmann war seit drei, Herrmann seit zweieinhalb Jahren bei Weiss Walter. „Wir wollen in größerer Unabhängigkeit wirtschaftsrechtlich tätig sein“, sagte Herrmann zum Motiv des Ausscheidens. Im Umfeld der Kanzlei war allerdings auch von atmosphärischen Störungen die Rede. Es hieß außerdem, Weiss Walter habe beiden Anwälten für das kommende Jahr die Partnerschaft angeboten, was Partnerin Dr. Susanne Weiss auf JUVE-Nachfrage aber dementierte.
Gemeinsam mit zwei weiteren Anwälten unterhalten Herrmann und Wiedenmann neben dem Hauptsitz München auch an den Standorten Ulm und Freising Präsenzen. Wiedenmann stammt aus Ulm und ist dort durch zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten bekannt. Herrmann ist in der wachstumsstarken Flughafenregion Freising bei München politisch als Kreisrat aktiv und stand zuletzt für die CSU als Landrat zur Wahl. Hauptklientel der beiden Anwälte bilden eigentümergeführte Unternehmen aus Süddeutschland, die gesellschafts-, handels- und arbeitsrechtlich sowie in Familienrechts- und Nachfolgefragen beraten werden.
Die Kanzlei habe die Abgänge bereits personell ausgeglichen, sagte Weiss Walter-Partnerin Weiss. Aus anderen Münchner Großbüros seien zwei berufserfahrene Anwälte hinzugekommen, im März erwarte die Kanzlei einen weiteren Quereinsteiger. Namen wollte Weiss nicht nennen. Weiss Walter Fischer-Zernin, Außensozietät eines Münchner und Hamburger Büros, wächst in der bayrischen Metropole mit den Zugängen auf 13 Anwälte, darunter fünf Partner.