Neugründung

Burda-Anwälte starten als SSB Söder Schwarz Berlinger

Drei Anwälte der Kanzlei Prof. Schweizer machen sich zum Januar selbstständig und firmieren dann unter SSB Söder Schwarz Berlinger. Acht angestellte Anwälte gehen genauso mit wie die Hauptmandantin Burda. Die Kanzlei Prof. Schweizer, die bislang wie eine ausgelagerte Rechtsabteilung für den Medienkonzern tätig war, bleibt bestehen, konzentriert sich aber künftig auf die Beratung zur Markt- und Sozialforschung.

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Tiemo Schwarz, Stefan Söder, Johannes Berlinger
Tiemo Schwarz, Stefan Söder, Johannes Berlinger

Hinter SSB stehen Stefan Söder (46), Tiemo Schwarz (41) und Johannes Berlinger (39), die bis dahin als Associates bei Prof. Schweizer tätig waren. Söder hat sich in den vergangenen Jahren im IT/IP und Commercial, aber vor allem im Presse- und Medienrecht einen Namen gemacht. Häufig war er für Burda bis in die höchsten Gerichtsinstanzen in Grundsatzverfahren tätig. Im Presserecht zählt er zu den angesehensten Anwälten im Markt. Schwarz stand häufig bei Transaktionen an der Seite des Verlages, beispielsweise beim Kauf des Inhaltegeschäftes von TomorrowFocus sowie beim Erwerb von zwölf Zeitschriften in Polen von Gruner + Jahr. Berlinger ist auf das Arbeits- und Markenrecht spezialisiert. In Absprache mit Burda und Prof. Robert Schweizer wird SSB zukünftig die Beratung von Burda übernehmen. Darüber hinaus möchten die Gründungspartner auch neue Mandanten für sich gewinnen.

Die Kanzlei Prof. Schweizer wird sich dagegen auf die Beratung zur Markt- und Sozialforschung konzentrieren. Hier unterhält sie schon seit Jahren enge Kontakte zu einer Reihe von Verbänden. Dies ist auch ein Schwerpunkt von Ulrich Schäfer-Newiger und Andrea Schweizer, die beide in der Kanzlei in München bleiben. Von Berlin aus wird zudem Michael Schweizer, der sich auf die Beratung von Internetportalen spezialisiert hat, für seinen Vater tätig sein. Tochter Andrea ernennt Robert Schweizer zur Partnerin.

Seit vielen Jahren verband die Kanzlei Prof. Schweizer und den Burda-Verlag eine besondere Beziehung: Namenspartner Robert Schweizer saß jahrzehntelang im Burda-Vorstand und fungierte mit seiner Kanzlei als ausgelagerte Rechtsabteilung des Verlages – ein Konstrukt, das dergestalt einzigartig im Markt war. Als großen Einschnitt werteten Marktbeobachter im vergangenen Sommer den Einstieg von Andreas Rittstieg im Burda-Vorstand. Er kam von Gleiss Lutz und übernahm das Ressort Recht und Compliance. Die Erwartungen von Wettbewerbern, dass sich Burda nunmehr nicht mehr nahezu ausschließlich auf die Dienste der Kanzlei Prof. Schweizer verlässt, erfüllten sich allerdings nicht. Gerade im Medienrecht setzte der Verlag weiter auf die vertrauten Anwälte.

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