Patentrecht

Gowling treibt IP-Wiederaufbau mit Quereinsteiger von Maiwald voran

Nach einem Exodus der deutschen IP-Partner im vergangenen Jahr treibt Gowling WLG den Wiederaufbau ihres Münchner Teams für gewerbliche Schutzrechte voran. Zu Mitte Januar stieß Thomas Mayer (50) als Partner zu der britisch-kanadischen Kanzlei. Der Jurist war zuletzt Partner bei der gemischten Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Maiwald, seit 2009 sogar als einer von mehreren Geschäftsführern.

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Thomas Mayer
Thomas Mayer

Mayer bringt fast 20 Jahre Erfahrung im gewerblichen Rechtsschutz mit. Er ist auf Patentstreitverfahren spezialisiert. Diese führte er vor allem in den Branchen Automobil, Chemie, Pharma, High Tech und Konsumgüter. Bei Gowling trifft er auf die Partner Manuela Finger und Dr. Carsten Schulte sowie drei IP-Associates. Während Finger mehr auf das Soft-IP spezialisiert ist, steht Schulte für die patentrechtliche Praxis. Er war im Mai 2017 von Fish & Richardson zu Gowling gewechselt.

Zudem arbeiten eine Director – was in anderen Kanzleien dem Salary-Partner-Status entspricht – und eine Associate mit Schwerpunkt Lebensmittelrecht im Münchner Büro, die auch an der Schnittstelle zum Soft-IP beraten.

Die deutsche Praxis machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als eine Reihe von IP-Partnern sich verabschiedete, die den Münchner Standort aufgebaut hatten: Im Februar verließ IP-Partner Dr. Alexander Bayer mit zwei weiteren IP-Anwälten Gowling in Richtung Pinsent Masons. Kurz darauf verlor Gowling Dr. Michael Schneider ebenfalls an Pinsent Masons, zugleich aber eröffnete die Kanzlei ein zweites deutsches Büro in Stuttgart. Anders als in München mit seinem IP-Schwerpunkt liegt der Fokus des Stuttgarter Büros auf Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Handelsrecht.

Mayer hatte Maiwald bereits zum Jahresende verlassen. Damit endete auch seine Tätigkeit als Mitglied der Geschäftsführung. Allerdings gehörte er nicht dem Kreis der 18 Gesellschafter an, die vergleichbar mit Equity-Partnern in anderen Kanzleien sind.

Für die IP-Kanzlei bedeutet der Weggang erneut Unruhe. Maiwald hatte in den vergangenen beiden Jahren eine Reihe von Abgängen aus dem patentanwaltlichen Team, allerdings gab es zuletzt auch Zugänge. Das Rechtsanwaltsteam war von den Veränderungen bislang verschont geblieben. Unter anderem auch wegen der erheblichen personellen Veränderungen hatte sich Maiwald zuletzt neu aufgestellt. Die gemischte Kanzlei gab sich eine klare Management- und Geschäftsstruktur. Unter anderem ist seither mit Dr. Marco Stief ein Rechtsanwalt im Gesellschafterkreis vertreten. Damit zielt Maiwald mehr auf das Prozessgeschäft. Bei Maiwald arbeiten derzeit zehn Rechtsanwälte, davon ein Salary- und ein Equity-Partner.

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