Private Equity

Willkie Farr und Dickson Minto machen Beziehung offiziell

Die US-Sozietät Willkie Farr & Gallagher und die britische Kanzlei Dickson Minto haben eine feste Kooperation vereinbart. Beide Seiten zeichnen sich vor allem durch ihre Private-Equity-Praxen aus. Mit gemeinsamer Strategie und abgestimmtem Marktauftritt dürfte die Allianz ein Schwergewicht für transeuropäisches Private-Equity-Geschäft werden, erwarten Marktbeobachter.

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Dickson Minto ist in London auf Private Equity und Finanzierungsthemen spezialisiert und gilt hier als eine der führenden Adressen. Daneben betreibt die Kanzlei noch ein Büro im schottischen Edinburgh. Mit insgesamt nur 17 Partnern und rund 100 Berufsträgern ist die Kanzlei eine der kleineren Einheiten in Großbritannien.

Die Mehrzahl der Anwälte arbeitet in Edinburgh. Die fünf Londoner Partner tragen jedoch traditionell den größeren Teil des Umsatzes bei, der zuletzt bei rund 39 Millionen Euro lag.

Auf der anderen Seite verfügt Willkie in Europa über einen sehr angesehenen Standort in Paris und hatte in den vergangenen Jahren in Frankfurt ihr Private-Equity-Team deutlich verstärkt: Jochen Winter kam 2006 von Linklaters, ein Jahr später stieß Clifford Chance-Partner Mario Schmidt hinzu.

In London hat Willkie dagegen bislang nie wirklich Fuß fassen können. Umso wichtiger ist nun der Schritt, um eine gesamteuropäische Praxis zu begründen. „Wir profitieren von der starken Stellung von Dickson Minto im Londoner Private-Equity-Geschäft sowie von ihrer Finanzierungsexpertise. Beides ist ohne London nicht denkbar“, so Schmidt. Zudem dürfte Willkie in Frankfurt nun auch attraktiver für Quereinsteiger etwa im Kapitalmarkt- und Finanzrecht werden, glaubt Schmidt.

Dickson Minto und Willkie arbeiten insbesondere bei Deals mit Frankreich-Bezug schon seit einigen Jahren zusammen. So berieten sie im Jahr 2000 den französischen Ölkonzern Elf bei der Kooperation mit Enron. 2005 kamen sie gemeinsam für den französischen Finanzinvestor PAI bei der Übernahme von Kwik-Fit von CVC zum Zuge.

Dennoch habe die Allianz nun eine neue Qualität erreicht. „Dickson Minto ist seit ihrer Gründung 1985 extrem zurückhaltend und auf Unabhängigkeit bedacht. Dass die Partner sich nun entschlossen haben, mit uns eine offizielle – wenn auch nicht exklusive – Kooperation einzugehen, werten wir als großen Erfolg“, sagte Willkie-Partner Winter. Man passe sowohl von der Profitabilität als auch von der Partnerkultur und Marktreputation hervorragend zusammen. (Jörn Poppelbaum)

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 1. Juli 2008

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