Rund 120 Personen ihres Netzwerkes haben sich seit vergangenen Freitag zusammengefunden, um gezielt in Erfahrung zu bringen, welche Hilfe und Hilfsgüter in der Ukraine aktuell akut benötigt werden, und um Ressourcen zusammenzubringen.
Die Initiative hat Hamama mit Nina Levchuk, Technology Sales Lead bei Google in Berlin, über LinkedIn ins Leben gerufen.
Das Team besteht mittlerweile aus rund 15 internationalen, aber hauptsächlich deutschen Hilfswilligen, die sich um die Koordination der juristischen Anfragen und um die Hilfsangebote kümmern. Eine davon ist die Ukrainerin Polina Lehmann. Sie ist Associate in einer internationalen Kanzlei in Frankfurt und durch LinkedIn am Freitag auf die Initiative aufmerksam geworden. Mittlerweile ist sie verantwortlich für die Koordination aller juristischen Fragen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile schon Arbeitsgruppen für humanitäre Aufgaben und Flüchtlingsfragen, Social Media und Informationsquellen sowie für Aktionen und Demonstrationen.
Die Initiative prüft aktuell verschiedene Zusammenarbeiten mit anderen Hilfsangeboten und -organisationen und kümmert sich neben der Rechtsberatung auch um den Transport von Flüchtenden, deren Unterbringung und Versorgung.
Seit dem Wochenende ist nun auch die Webseite www.unitedforukraine.org online. Aktuell können Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Webseite ihr Hilfeersuchen an die Initiative senden und schon vorab bestimmen, um welche Jurisdiktion, welches Land oder welche Art von Hilfe es geht.
Derzeit benötigt die Initiative noch Hilfe in jeder Jurisdiktion weltweit im Bereich Asyl- und Ausländerrecht sowie Mietrecht für Mieter und Vermieter. Außerdem sollen künftig Experten aus der Finanz- und Bankbranche benötigt werden, so Lehmann, da Geflüchtete ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen wollen.
Anwälte auch selbst am Steuer
Eine weitere Initiative auf LinkedIn hat Nikita Selivanov, Managing Associate bei Linklaters, ins Leben gerufen: Er organisiert Transporte von ukrainischen Flüchtenden von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Deutschland und hat selbst gerade einen Bus nach Deutschland gesteuert.
Wenn genügend Busse und Fahrer vorhanden sind, will Selivanov den Transport von Flüchtenden nach Deutschland sowie Medikamenten und Lebensmittel an die Grenze retour regelmäßig organisieren.