Referendariat

Google legt bei Vergütung vor

Das Stationsentgelt, das sich Referendare in der Anwalts- oder Wahlstation bei ihrem Ausbilder dazuverdienen können, ist in den meisten Kanzleien und Rechtsabteilungen gegenüber dem Vorjahr unverändert. Nur einzelne Arbeitgeber steigerten ihre Gebote zuletzt. In Kanzleien liegt das Maximum unverändert bei 1.000 Euro pro Arbeitstag. Bei einer Viertagewoche entspricht das 4.000 Euro im Monat. Inhouse wird – mit wenigen Ausnahmen – deutlich weniger bezahlt.

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Die Tabellenspitze besetzen, wie schon im Vorjahr, die US-Kanzleien Milbank Tweed Hadley & McCloy und Willkie Farr & Gallagher sowie die Umsatzsteuerboutique Küffner Maunz Langer Zugmaier. Alle drei bezahlen Referendaren 1.000 Euro. Mehr als bisher können Referendare bei DLA Piper verdienen: Die Sozietät bietet statt 700 nun 800 Euro pro Wochenarbeitstag, ebenso wie die beiden Münchner Kanzleien GLNS und Gütt Olk Feldhaus. Zum 1. Mai erhöht auch Clifford Chance auf 800 Euro pro Wochenarbeitstag (bisher 600). 600 Euro sind es nun bei Ashurst (bisher 410) und Reed Smith (bisher 500).

Viele Ausbilder mit mehreren Standorten in Deutschland bemühen sich, ihre Referendare trotz der unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer zur Zulässigkeit von Stationsentgelten bundesweit einheitlich zu vergüten. Eine gängige Ausweichlösung ist etwa die Verlagerung des Zusatzverdiensts auf eine Nebentätigkeit.

Bis zu 2.500 Euro monatlich in Rechtsabteilungen

Dass Rechtsabteilungen in Unternehmen überhaupt eine Zusatzvergütung für Referendare anbieten, ist noch eine relativ junge Entwicklung. Mit Abstand am meisten können Referendare bei Google verdienen  Die deutsche Rechtsabteilung des Internetgiganten will 2018 immerhin 8 Referendare aufnehmen – ein massives Engagement angesichts des gerade einmal 13 Juristen starken Teams. Deutlich größer, aber ähnlich engagiert ist die BMW-Rechtsabteilung, die inzwischen 1.450 Euro statt bisher 1.100 Euro im Monat bietet. Auch die Deutsche Bank und EY zahlen mit 1.600 und 1.500 Euro deutlich mehr als manch anderes Unternehmen. Das Gros der Rechtsabteilungen bewegt sich allerdings weiterhin zwischen Null und 1.000 Euro im Monat.

Wie viel Referendare und Associates in Wirtschaftskanzleien, Rechtsabteilungen, Beratungsgesellschaften und Behörden in Deutschland verdienen können, lesen Sie unter www.azur-online.de/geld.

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