Schwund

Immer weniger Notare in Berlin

Autor/en
  • JUVE

Berlin boomt. Die Zeiten, in denen die Hauptstadt als schwieriger Standort für Berater galt, sind vorbei. Denn die Wirtschaft wächst. Nirgendwo ist die Gründerszene so international konkurrenzfähig wie hier. Gleichzeitig ist der Berliner Immobilienmarkt in Bewegung, es gibt zahlreiche Städtebauprojekte und Transaktionen. Mit dem Verkauf des Potsdamer Platzes spielte zuletzt einer der größten Immobiliendeals des Jahres in Berlin. Umso problematischer ist es, dass die Zahl der Notare vor Ort sinkt.

Teilen Sie unseren Beitrag

Gab es 2011 noch 907 Notare in Berlin, ist die Zahl stetig auf mittlerweile 750 Berufsträger gefallen. Damit zählt Berlin heute rund 17 Prozent weniger Notare als noch vor fünf Jahren – und das, obwohl der Bedarf an notarieller Arbeit steigt. Viele Berliner Kanzleien klagen, die geringe Zahl an Neuzulassungen schränke ihre Auswahlmöglichkeiten ein. Schließlich ist viel Geld im Markt und der Anlagedruck groß – und damit auch der Bedarf an rechtlicher und notarieller Beratung.

Besser sieht es für Berlin im Bereich Start-ups aus: Während die Unternehmen der ersten Stunde erwachsen werden, bleibt die Stadt ein Magnet für Jungunternehmer und sorgt so stetig für Nachschub. Hier sind Gründerberater gefragt. Aber mit der Reifung der Start-ups entsteht neuer Beratungsbedarf, auch weil das Interesse auf Investorenseite größer wird. Somit steigen immer mehr Großkanzleien in die Beratung der Gründerszene ein. (Ulrike Barth, Eva Lienemann, Anika Verfürth, Christin Stender)

Mehr zum Kanzleistandort Berlin und der Entwicklung der Notarszahlen lesen Sie hier.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de

Lesen sie mehr zum Thema