Gab es 2011 noch 907 Notare in Berlin, ist die Zahl stetig auf mittlerweile 750 Berufsträger gefallen. Damit zählt Berlin heute rund 17 Prozent weniger Notare als noch vor fünf Jahren – und das, obwohl der Bedarf an notarieller Arbeit steigt. Viele Berliner Kanzleien klagen, die geringe Zahl an Neuzulassungen schränke ihre Auswahlmöglichkeiten ein. Schließlich ist viel Geld im Markt und der Anlagedruck groß – und damit auch der Bedarf an rechtlicher und notarieller Beratung.
Besser sieht es für Berlin im Bereich Start-ups aus: Während die Unternehmen der ersten Stunde erwachsen werden, bleibt die Stadt ein Magnet für Jungunternehmer und sorgt so stetig für Nachschub. Hier sind Gründerberater gefragt. Aber mit der Reifung der Start-ups entsteht neuer Beratungsbedarf, auch weil das Interesse auf Investorenseite größer wird. Somit steigen immer mehr Großkanzleien in die Beratung der Gründerszene ein. (Ulrike Barth, Eva Lienemann, Anika Verfürth, Christin Stender)
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