Artikel drucken
29.09.2009

Russischer Rettungsanker für die Wadan-Werften

Der russische Investor Igor Jussufow hat die insolvente Traditionswerft Wadan für 40,5 Millionen Euro gekauft. Mitte August stimmte der Gläubigerausschuss dem Verkauf der Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde an den ehemaligen russischen Energieminister und heutigen Aufsichtsrat des Gazprom-Konzerns zu. Jussufow will beide Werft-Standorte sowie die Hälfte der rund 2.500 Arbeitsplätze erhalten.
Das Insolvenzverfahren unter Führung des Verwalters Marc Odebrecht ist eines der größten im laufenden Jahr. Wadan ist die größte Werft in Ostdeutschland und bundesweit die drittgrößte. Noch im April hatte Wadan eine staatlich garantierte Kreditspritze zugesagt bekommen, von der 167 Millionen Euro ausgezahlt wurden, um neue Aufträge ausführen zu können. Anfang Juni musste das Unternehmen dennoch Insolvenz anmelden. (Silke Brünger)

Berater Igor Jussofow
Dechert (München): Federico Pappalardo (Corporate), Thomas Gierath (Tax), Olaf Fasshauer (Arbeitsrecht); Associates: Giovanni Russo (Arbeitsrecht), Sven Schweneke (Corporate) – aus dem Markt bekannt

Insolvenzverwalter/Berater Wadan-Werften
Brinkmann & Partner (Schwerin): Marc Odebrecht, Dr. Thorsten Bieg, Dr. Wolfram Lohse (beide Corporate; Hamburg), Thomas Kühn (Arbeitsrecht; Berlin); Associates: Dr. Tobias Brinkmann (Coporate; Hamburg), Karin Böckmann (Arbeitsrecht; Schwerin)

Anfang Juni wurde Marc Odebrecht von Brinkmann & Partner zum Insolvenzverwalter für die Wadan-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde bestellt. Für Brinkmann & Partner ist es das bedeutendste Verfahren seit der Insolvenz der Heros-Sicherheitstransporte im Februar 2006.

  • Teilen