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08.10.2009

Energie-Deal: Freshfields steht E.on auch bei weiterem Stromrechte-Tausch zur Seite

Deutschlands größter Energiekonzern E.on tauscht mit dem französischen Wettbewerber EDF Electricité de France und dessen Beteiligung EnBW Energie Baden-Württemberg Stromerzeugungskapazitäten. EnBW bezieht künftig Strom im Volumen von 800 Megawatt aus deutschen Kernkraftwerken. Im Gegenzug erhält E.on etwa die gleiche Menge Produktionskapazitäten aus zwei französischen Kernkraftwerken. Zusätzlich übernimmt EnBW von E.on deren 50,4-prozentige Beteiligung am Kohlekraftwerk Rostock und erhält Strombezüge aus dem Kohlekraftwerk Buschhaus. E.on wiederum übernimmt von EDF und Charbonnage de France deren Anteil in Höhe von 35 Prozent an dem französischen Energieerzeuger SNET und wird damit dessen alleiniger Eigentümer.

E.on hatte sich 2008 gegenüber der EU-Kommission zu wettbewerbsfördenden Maßnahmen und der Abgabe von rund 20 Prozent seiner Kraftwerkskapazitäten in Deutschland verpflichtet. Von den rund 5.000 Megawatt hat der Konzern nun bereits 4.400 Megawatt abgegeben. E.on hatte außerdem zugesichert, das Hochspannungsnetz zu veräußern. Laut Presseberichten ist der Konzern in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem niederländischen Netzbetreiber Tennet. (Sandra Grillemeier)

Berater E.on
FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER : Dr. Anselm Raddatz (Unternehmensrecht; Düsseldorf), Andreas Röhling (Kartellrecht; Köln), Antoine Vignial (Unternehmensrecht; Paris), Gwen Senlanne (Arbeitsrecht; Paris); Associates: Dr. René Döring (Arbeitsrecht; Köln), Christian Krohs (Brüssel/Köln), Dr. René Pfromm (beide Kartellrecht; Köln), Dr. Tobias Larisch, Sebastian Heidtkamp, Benjamin Chouka (alle Unternehmensrecht; Düsseldorf), Gabriel Flandin (Unternehmensrecht; Paris)
INHOUSE (Düsseldorf): Dr. Frank Fischer (Leiter M&A), Dr. Michael Moser (M&A), Dr. Mario Pohlmann, Dr. Iris Vasbender, Francesca Dimitra Cambas (alle Antitrust Law & Energy Law; alle E.on AG), Maria Lecheler, Stefan Röper (beide E.on Energie AG), Katrin Trage (E.on Kernkraft), Thomas Jakob (E.on Kraftwerke)

Berater EnBW
CLIFFORD CHANCE (Düsseldorf): Dr. Björn Heinlein (Federführung; Energierecht), Dr. Andreas Dietzel (Corporate; Frankfurt), Reinhard Scheer-Hennings (Immobilienrecht), Thomas Hey, Dr. Kurt Kemper (beide Arbeitsrecht), Dr. Michael Willms (Corporate; Frankfurt); Associates: Tayhan Özpolat (Energierecht); Dr. Michael Brill (Finance Energy; Frankfurt), Peter Christ (Arbeitsrecht), Patrick Härle (Immobilienrecht), Dr. Hendrik Röhricht (Corporate; Frankfurt)
OPPENLÄNDER (Stuttgart): Prof. Dr. Albrecht Bach (Kartellrecht)
INHOUSE (Karlsruhe): Hans-Joachim Grabner (Leiter Zivil- und Energierecht), Cem Korkmaz (Zivil-und Energiewirtschaftsrecht), Hanno Grimm (Kartell- und Gesellschaftsrecht)

Berater EDF
CLEARY GOTTLIEB STEEN & HAMILTON : Klaus Banke (Gesellschaftsrecht; M&A), Dr. Stephan Barthelmeß (beide Federführung; Kartellrecht; Brüssel), Christof von Dryander, Frank Lohrmann (beide Gesellschaftsrecht), Volker Junge (Steuerrecht; alle Frankfurt); Associates: Daniel Panajotow, Dr. Lena Wallenhorst (beide Gesellschaftsrecht), Alexandra Deege, Philip Lux, Rebecca Wiemann (alle Kartellrecht; alle Brüssel)
@INHOUSE (Paris): Francois Driesen, Benedicte Baudoin-Geider (Corporate/M&A), Jean-Baptiste Siproudhis, Pascale Geffriaud (Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt

Freshfields beriet E.on auch schon in den vorangegangenenTransaktionen, in denen das Unternehmen Kapazitäten tauschte, zuletzt etwa mit der belgischen Electrabel und zuvor mit dem österreichischen Erzeuger Verbund. Im Markt bekannt ist, dass die Kanzlei E.on auch beim Verkauf des Hochspannungsnetzes zur Seite steht. Beim Verkauf der Kraftwerke-Holding Thüga beriet jüngst allerdings Hengeler Mueller.

Clifford ist seit Längerem für EnBW tätig. Die Mandatsbeziehung besteht seit rund fünf Jahren. Zuletzt betreute Clifford den Karlsruher Versorger etwa bei einem Joint Venture mit der EDF Gas Deutschland und beim Kauf zweier Tochterunternehmen der Bremer wpd offshore GmbH. Die Kartellrechtspraxis der Stuttgarter Kanzlei Oppenländer ist ebenfalls regelmäßig für EnBW tätig und in den letzten Monaten für den Energieversorger besonders intensiv in zahlreichen Transaktionen eingebunden gewesen.

Cleary Gottlieb aufseiten von EDF ist ebenfalls keine Überraschung. Die Kanzlei berät EDF bereits seit Ende 2003, als das Unternehmen im Zuge einer Kapitalmaßnahme von EnBW gemeinsam mit dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke EnBW-Aktien im Wert von 300 Millionen Euro erwarb. Seitdem ist Cleary-Partner Banke regelmäßig für den französischen Energiekonzern tätig.

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 05. Oktober 2009

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