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30.08.2010

Hengeler-Mandantin Intel erwirbt Infineons Handychip-Sparte

Der Halbleiterkonzern Infineon verkauft seine Handychip-Sparte an das amerikanische Technologieunternehmen Intel. Die Amerikaner zahlen für das unter dem Namen Wireless Solutions (WLS) geführte Segment rund 1,1 Milliarden Euro in bar.

Matthias Hentzen

Matthias Hentzen

Infineon ist durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts der Siemens AG über einen Börsengang 2000 entstanden und hat seinen Sitz in Neubiberg bei München. Mit dem Verkauf verabschiedet sich das Unternehmen komplett aus der Kommunikationstechnologie. Künftig will sich Infineon auf die Herstellung von Chips für Industriekunden, insbesondere aus der Automobil- und Sicherheitsbranche, konzentrieren.

Dem heute unterzeichneten Vertrag waren monatelange Verhandlungen zwischen Infineon und Intel vorausgegangen. Bis zuletzt war nicht sicher, ob der Dax-Konzern die Sparte komplett verkauft oder sich nur von einem Anteil trennt.

Mit 25.000 Mitarbeitern weltweit erzielte Infineon 2009 einen Umsatz von mehr als drei Milliarden Euro. WLS steht mit gut einer Milliarde Euro etwa für ein Drittel des Konzernumsatzes. Inzwischen arbeitet der Bereich nach einigen wirtschaftlichen Problemen in der Vergangenheit wieder profitabel.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. (Volker Votsmeier)

Berater Intel
Hengeler Mueller
(Düsseldorf): Dr. Matthias Hentzen, Dr. Christian Möller (beide Federführung), Dr. Steffen Oppenländer (alle M&A; München), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht), Dr. Martin Klein (Steuerrecht; beide Frankfurt), Dr. Thomas Schmidt-Kötters (Öffentliches Recht); Associates: Dr. Michael Breyer, Olaf Berner, Philipp Dornbach, Dr. Dennis Schlottmann (alle M&A), Dr. Arne Lambrecht, Patrick Wilkening (beide IP), Hendrik Bockenheimer, Dr. David Schneider (beide Frankfurt), Vicki Treibmann (alle Arbeitsrecht), Dr. Lars Kloster (Steuerrecht; Frankfurt), Malte Jaguttis (Öffentliches Recht)
Morrison & Foerster (San Fransisco): Robert Townsend, Eric McCrath (beide M&A), Paul Jahn (IP/Technology), Rufus Pichler; 
Associates: Cary Chen (M&A), Alistair Maghan – aus dem Markt bekannt
Schönherr (Wien): Christian Herbst, Michael Walbert; Associate: Wendelin Ettmayer
Inhouse (Santa Clara): Marty Linné, Andrew Gabbidon – aus dem Markt bekannt

Berater Infineon
Gleiss Lutz (München): Dr. Ralf Morshäuser, Dr. Christian Cascante (beide Federführung; Stuttgart), Peter Carl, Martin Hitzer (alle Corporate/M&A; Düsseldorf), Dr. Frank Merten, Dr. Steffen Krieger (beide Arbeitsrecht; Stuttgart/Düsseldorf), Dr. Andreas Wehlau (IP), Dr. Burghard Hildebrandt (Berlin), Dr. Ulrich Soltész (beide Beihilferecht; Brüssel), Dr. Alexander Werder (Steuerrecht; Stuttgart), Dr. Ingo Brinker, Dr. Petra Linsmeier (beide Kartellrecht); Associates: Dr. Jan Balssen, Dr. Tobias Falkner, Dr. Barbara Jagersberger, Roland Sterr, Dr. Verena Hauser, Dr. Christina v. Schweinitz (alle Corporate/M&A), Dr. Stefan Mayer (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Lutz Aye (Stuttgart), Cornelia Stark (IP), Dr. Matthias Werner (IP/IT), Ulrike Roider (Kartellrecht)
Paul Weiss Rifkind Wharton & Garrison (London): David Lakhdhir (US-Recht)
Inhouse
(München): Dr. Horst Meyer, Rudolf von Moreau
Wolf Theiss
(Wien): Clemens Philipp Schindler (Federführung; Corporate/M&A, Steuern); Associates: Hartwig Kienast, Christian Öhner, Harald Stingl (alle Corporate/M&A), Benjamin Twardosz (Steuern)
Gleiss Lutz (Frankfurt): Dr. Jan Bauer, Dr. Patrick Kaffiné (beide Federführung); Associates: Dr. Cai Berg, Marco Niehaus, Stefanie Schween (alle Corporate/M&A) – Parallelverhandlungen mit anderen Interessenten

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung zwischen Infineon und Gleiss Lutz reicht Jahre zurück. Insbesondere bei M&A-Projekten wird die Kanzlei laufend mandatiert. So beriet das Team um Morshäuser Infineon Mitte 2009 beim Verkauf der Breitband-Tochter Wireline Communications an den US-Investor Golden Gare Capital (mehr…).

Bei der aktuellen Transaktion hat Gleiss Lutz Infineon bei der Vorbereitung der Veräußerung und den Verkaufsverhandlungen mit Intel und anderen Interessenten umfassend beraten. Neben der Strukturierung des Verkaufs und der Verhandlung der Verträge ging es vor allem darum, WLS aus dem Infineon-Konzern herauszulösen.

Wolf Theiss beriet zu den österreichischen Aspekten der Veräußerung. Partner Schindler war schon vor dieser Transaktion für Infineon tätig.

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