PwC will die Zahlung nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen. Schon seit längerem jedoch steht das Unternehmen wegen der Prüfung der SachsenLB in der Kritik der Deutschen Prüfstelle für Rechnungswesen. So hat das Landgericht Stuttgart vor etwa zwei Jahren die Jahresabschlüsse 2004 bis 2006 für nichtig erklärt, weil falsche Vermögenswerte ausgewiesen waren. Deswegen ermittelt Presseberichten zufolge auch die Wirtschaftsprüferkammer.
Das sächsische Kabinett und die Gremien bei PwC müssen dem Vergleich noch zustimmen.
Berater Freistaat Sachsen
Clifford Chance (Frankfurt): Heinz-Günter Gondert (Restrukturierung), Sebastian Rakob (Litigation), Dr. Martin Jawansky, Harald Amer (beide Restrukturierung); Associate: Dr. Stefan Kirsten (Litigation)
Inhouse (Dresden): Nicht bekannt
Berater PwC
Hogan Lovells (Frankfurt): Dr. Marc Zimmerling (Dispute Resolution), Dr. Georg Hohner; Associate: Dr. Charlotte Willemer
Knierim & Kollegen (Mainz): Thomas Knierim; Associate: Dr. Robin Smok (beide Strafrecht)
Kempf & Dannenfeldt (Frankfurt): Eberhard Kempf; Associate: Klaus Walter (beide Strafrecht)
Inhouse (Eschborn): Nicht bekannt
Hintergrund: Die Berater sind aus dem Markt bekannt.
Gondert berät den Freistaat Sachsen schon seit langem und stand ihm auch bei der Risikoabschirmung für die SachsenLB zur Seite (mehr…).
Der erfahrene Prozessrechtler Zimmerling machte insbesondere als Vertreter des Landes Niedersachen in Auseinandersetzungen mit Porsche auf sich aufmerksam. Einer seiner Schwerpunkte liegt im Bereich Managerhaftung, auch für Beratungsunternehmen.
Knierim berät auch seit längerem den PwC-Wettbewerber KPMG regelmäßig im Zusammenhang mit Strafverfahren. Kempf wiederum ist einer der angesehensten Strafrechtsanwälte hierzulande.
Als
die Bank die Liquidität dieser Finanzvehikel nicht mehr sichern konnte,
verständigte sich die Sparkassen-Finanzgruppe im Jahr 2007 auf eine
milliardenschwere Stützungsaktion. Kurze Zeit später übernahm die LBBW
die SachsenLB unter der Voraussetzung, dass der Freistaat Sachsen
Verluste von bis zu 2,75 Milliarden Euro für ein 17,5 Milliarden Euro
schweres Wertpapierportfolio selbst schultert. Bislang zahlte der
Freistaat 132 Millionen Euro.