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12.05.2011

DIC Asset erhöht Kapital und begibt Anleihe

Der Immobilieninvestor DIC Asset hat sich über eine Kapitalerhöhung rund 50 Millionen Euro besorgt. Als Konsortialbanken begleiteten die Commerzbank und Joh. Berenberg Gossler die Transaktion. Weitere Finanzmittel in Höhe von 100 Millionen Euro beschafft sich die Gesellschaft über eine Unternehmensanleihe. Das nicht nachrangige Papier läuft über fünf Jahre und wird mit 5,875 Prozent verzinst. Auch bei dieser Transaktion steht Berenberg an der Seite von DIC Asset. Das Papier wird im Rahmen eines öffentlichen Angebots privaten und institutionellen Investoren in Deutschland und Österreich angeboten und in den Freiverkehr des Entry Standards der Deutschen Börse einbezogen. DIC Asset mit Sitz in Frankfurt am Main konzentriert sich ist auf Gewerbeimmobilien mit Anlagefokus in Deutschland. Der Wert des betreuten Immobilienbestands von rund 290 Objekten beläuft sich auf rund 3,2 Milliarden Euro.

Kerstin Schnabel

Berater DIC Asset
DLA Piper: Kerstin Schnabel (Aktien- und Kapitalmarktrecht; Köln), Adams Marjorie (US-Kapitalmarktrecht; New York), Dr. Roland Hens (Aktien- und Kapitalmarktrecht); Associate: Alexander Pulte (US-Kapitalmarktrecht; beide Köln)
Ashurst (Frankfurt): Dr. Tobias Krug; Associates: Roswitha Altenbuchner, Dr. Tanja Richter

Berater Banken
Hogan Lovells (Frankfurt): Prof. Dr. Michael Schlitt (Federführung), Dr. Susanne Schäfer (beide Kapitalmarktrecht), John Basnage (US-Recht; London); Associates: Dr. Roman Kasten (Kapitalmarktrecht), Christopher Osborne (US-Recht; London) – bei der Kapitalerhöhung
Norton Rose (Frankfurt): Dr. Frank Regelin; Associates: Dr. Sascha Grimm, Marlene Martin – bei der Anleihe
Inhouse (Commerzbank; Frankfurt): Ingo Nebel
Inhouse (Joh. Berenberg Gossler; Frankfurt): Marc Christian Gei (Director Equity Capital Markets)

Hintergrund: DIC Asset, die keine eigene Rechtsabteilung besitzt, verteilte die Rollen bei den beiden Transaktion klar. DLA beriet bei den eigenkapitalmarktrechtlichen Fragen, sprich der Kapitalerhöhung, Ashurst als Begleiterin der Anleihe bei den fremdkapitalmarktrechtlichen Aspekten.

DLA-Partnerin Schnabel beriet DIC Asset schon zu Zeiten, als sie noch für White & Case arbeitete, beispielsweise bei einer Kapitalerhöhung vor gut vier Jahren. Bei White & Case ging der Kontakt zu dem Investor soweit bekannt ursprünglich auf den Immobilienrechtspartner Klaus Kübel zurück, die US-Kanzlei begleitete unter anderem auch den IPO von DIC Asset im Jahr 2006. Auch nachdem Schnabel vor rund drei Jahren in einem Team um Dr. Andreas Meyer-Landrut zu DLA gewechselt war, konnte sie die Kontakte zu dem Immobilieninvestor aufrecht erhalten. So beriet sie auch im vergangenen Jahr, als DIC Asset das Kapital bereits um 47 Millionen Euro erhöhte.

Auch der Kontakt von Ashurst zu DIC Asset stammt von einem früheren White & Case-Anwalt, dem auf Eigenkapitalmarktrecht spezialisierten Matthias von Oppen. Er war in seiner Ex-Kanzlei ebenfalls vor Jahren kapitalmarktrechtlich für die Gesellschaft tätig. Von Oppen verließ White & Case 2007 und nach gut drei Jahren bei Dewey & LeBoeuf wechselte er dann Ende 2010 weiter zu Ashurst. Bei der jetzigen Transaktion brachte er dann die Ashurst-Fremdkapitalmarktspezialisten ins Mandat.

Auf Bankenseite gab es ebenfalls eine klare Aufteilung. Während die Commerzbank und Berenberg die Kapitalerhöhung gemeinsam begleiteten, betreute Berenberg die Anleiheemission alleine. Im Rahmen der Kapitalerhöhung lag die Federführung bei den deutsch-rechtlichen Aspekten bei den Inhouse-Juristen Nebel und Gei, Hogan Lovells beriet vor allem zu den US-rechtlichen Themen. Hogan Lovells-Partner Schlitt verfügt über eingespielte Kontakte zur Commerzbank. So mandatierte ihn die Bank etwa im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Automobilzulieferers Schaeffler (mehr….).

Für die Anleiheemission holte Berenberg dann Norton Rose-Partner Regelin ins Boot, der gute Kontakte zu der Bank hat. Den heutigen Direktor für Equity Capital Markets, Gei, kennt Regelin noch aus gemeinsamer Zeit bei Linklaters. Zuletzt hatte Regelin an der Seite von Berenberg weniger fremdkapitalmarktrechtliche Transaktionen begleitet, sondern vor allem eigenkapitalmarktgetriebene Deals, wie die Kapitalerhöhung des Holzwerkstoffherstellers Pfleiderer im vergangenen Jahr. (RB)

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