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03.06.2011

Karstadt-Kaufhäuser: Quantum erwirbt mit Hauck Schuchardt drei Filialen

Die Hamburger Immobiliengesellschaft Quantum hat vom Konsortium Highstreet drei weitere Karstadt-Immobilien erworben. Für 250 Millionen Euro übernahm ein geschlossener Fonds der Gruppe drei an Karstadt vermietete Filialen, darunter ein sogenanntes Flaggschiff-Warenhaus in der Hamburger Mönckebergstraße, einer der meistfrequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands. Die Restlaufzeit der Mietverträge beträgt 15 Jahre.

Hans-Christian Hauck

Zuletzt hatte Quantum bereits vier Parkhäuser aus dem Karstadt-Bestand des Highstreet-Konsortiums erworben. Die jetzt hinzugekauften Filialen verfügen über eine Bruttofläche von 142.000 Quadratmetern und rund 900 Parkplätze. Highstreet hatte sich inzwischen von vielen seiner einst 164 Karstadt-Immobilien getrennt. In dem Quantum-Fonds sind überwiegend institutionelle Investoren vertreten.

Berater Quantum
Hauck Schuchardt (Frankfurt): Hans-Christian Hauck; Associates: Dr. Frank Soesters, Jörg Dombrowski, Jörg Müller, Petra Bolle

Berater Highstreet
Hengeler Mueller: Dr. Daniel Kress; Associates: Dr. Karl Friedrich Balz (beide London), Lars Voigt (Frankfurt)
P+P Pöllath + Partners (Berlin): Dr. Thomas Töben; Associates: Dr. Gerhard Specker, Sören Reckwardt (alle Steuerrecht)

Hintergrund: Hauck Schuchardt war nun das zweite Mal für Quantum tätig. Erstmalig beriet die Kanzlei im vergangenen Jahr, als Quantum vier Parkhäuser aus dem Karstadt-Bestand vom Highstreet-Konsortium erwarb. Zustande kam die Mandatsbeziehung durch Kontakte von Namenspartner Hauck in den Vorstand des Unternehmens.

Ansonsten gilt Jebens Mensching als langjährig etablierte Beraterin an der Seite von Quantum. Namenspartner Dr. Philipp Jebens beriet das Unternehmen schon zu Zeiten, als er noch für GSK Stockmann + Kollegen tätig war. Im Sommer 2007, wenige Monate nach dem Start seiner eigenen Boutique (mehr…), betreute er dann beispielsweise mit einem Team den Verkauf eines großen Immobilienportfolios an Morgan Stanley (mehr…). Allerdings kam die Kanzlei hier dem Vernehmen nicht zum Zug, weil sie regelmäßig auch die Goldman Sachs-Töchter Archon und Whitehall bei Verkäufen begleitet. Highstreet wiederum ist ein Joint Venture aus dem Whitehall-Fonds (51 Prozent) und dem Arcandor-Konzern.

Hengeler ist an der Seite von Highstreet die gesetzte Beraterin. Die Sozietät betreut das Konsortium vor allem über ihren Londoner Partner Dr. Daniel Kress in der Funktion einer ausgelagerten Rechtsabteilung, seitdem es als Joint Venture gegründet wurde. So begleitete Hengeler ihre Mandantin schon durch sämtliche Turbulenzen der Karstadt-Insolvenz und erst vor wenigen Monaten auch beim Verkauf von drei Karstadt-Kaufhäusern an Redevco (mehr…). Regelmäßig arbeitet Hengeler dabei mit Pöllath zusammen, die für die steuerrechtlichen Fragen verantwortlich zeichnen. (René Bender)

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