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29.02.2012

BBS-Felgen: Tyrol Equity und Wendland greifen mit Hermann RWS zu

Die österreichische Industrieholding Tyrol Equity AG, an der Mitglieder der Familie Swarovski, die Hypo Tirol Bank sowie die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich beteiligt sind, hat zusammen mit Co-Investor Udo Wendland den Geschäftsbereich Leichtmetallräder der BBS mit Sitz in Schiltach (Schwarzwald) übernommen. Zehn Prozent am Unternehmen hält der Investor Lafayette Capital Partners (LCP). Für die Transaktion war eine Erwerbsgesellschaft gegründet worden, an die die BBS-Anteile vom Insolvenzverwalter Thomas Oberle übergegangen waren.

Clemens Jobe

Clemens Jobe

BBS wurde 1970 gegründet und entwickelt beziehungsweise produziert Premium-Leichtmetallräder für die Erstausrüstung von Fahrzeugen (OEM), den Motorsport und den Aftermarket. BBS beschäftigt an den Standorten in Schiltach und Herbolzheim 340 Mitarbeiter. Im Januar 2011 hatte das Unternehmen überraschend Insolvenz anmelden müssen.

Berater Tyrol Equity/Udo Wendland
Hermann RWS Jobe & Partner (München): Clemens Jobe (Federführung; M&A/Gesellschafts-/Insolvenzrecht), Florian Schiermeyer (Gesellschafts-/Insolvenzrecht), Dr. Cyril Rosenschon (Immobilienrecht), Maike Pflästerer (Arbeitsrecht; Frankfurt); Associates: Irene Bayer (beide M&A; Due Diligence), Anne Kämpfer (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Nils Dreier (Immobilienrecht, Due Diligence; München)
Klaka (München): Dr. Andreas Schulz (IP) – aus dem Markt bekannt

Lafayette Capital Partners/Erwerbsgesellschaft
Milbank Tweed Hadley & McCloy (Frankfurt): Peter Memminger (Federführung); Associates: Markus Messinger, Thomas Tiedemann (alle M&A)

Insolvenzverwalter
Wellensiek (Heidelberg): Thomas Oberle

Berater Insolvenzverwalter
Wellensiek (Heidelberg): Marc-Philippe Hornung
Reimann Osterrieth Köhler Haft (Düsseldorf): Thomas Schmitz; Associates: Britta Meyer, Christina Marth (alle IP)
SZA Schilling Zutt Anschütz (Mannheim): Dr. Stephan Harbarth; Associate: Daniela Leyh (beide M&A)

Berater Betriebsrat BBS International
Hunnekuhl & Collegen (Reutlingen): Martin Eberhard

Hintergrund: Hermann RWS zählt zu den renommierten deutschen Insolvenzverwalterkanzleien. In München firmiert sie als Hermann RWS Hermann Jobe & Partner und betreut schwerpunktmäßig Restrukturierungsmaßnahmen, regelmäßig für Kreditgeber und Investoren. Tyrol Equity zählt schon länger zu den Mandanten des Münchner Büros. Erst Anfang des Jahres hatten Tyrol und Wendland die Kanzlei hinzugezogen, als sie den Automobilzulieferer Robert Sihn von Insolvenzverwalter Tobias Hoefer erworben hatten (mehr…).

Das Insolvenzgericht Rottweil hatte Oberle im März 2011 zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Wellensiek-Partner war bereits 2007 in den verschiedenen Insolvenzverfahren der BBS-Gruppe tätig, unter anderem auch als Insolvenzverwalter der BBS Motorsport & Engineering GmbH. Damals gehörte auch Hornung zum Team.

Erst vor wenigen Wochen hatte Oberle die Motorsportsparte von BBS an die japanische Ono-Group verkauft (mehr…).

SZA beriet zu ausgewählten M&A-bezogenen Fragestellungen. Wellensiek und SZA haben regelmäßig Berührungspunkte in insolvenznahen Themen und ziehen sich wechselseitig in speziellen Fragestellungen hinzu.

Die IP-Boutique Reimann Osterrieth beriet zum Marken- und Geschmacksmusterrecht. Die Kanzlei wird häufiger von Wellensiek im IP-Recht hinzugezogen, meist zu Fragen im Patentbereich.

Die Mandatsbeziehung zwischen Milbank und Lafayette Capital Partners besteht bereits seit einigen Jahren, in denen die Kanzlei den Investor unter anderem im Rahmen verschiedener Transaktionen, zum Beispiel beim Erwerb von Elixia Health Clubs in Deutschland beraten hat.

Die Beratung im Zusammenhang mit Insolvenzen und Sanierungen spielt bei der überregional bekannten Arbeitnehmerkanzlei Hunnekuhl eine wichtige Rolle, zuletzt begleiteten die Anwälte unter anderem Betriebsräte des Automobilzulieferers Reum oder den Betriebsrat von Schiesser sowie den Betriebsrat von Kion Reutlingen im Zusammenhang mit einer größeren Restrukturierung (mehr…). (Geertje Oldermann)

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