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27.07.2012

Joint Venture: Continental und SK Innovation kooperieren mithilfe von Hengeler und Shearman

Der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental ist ein Joint Venture mit SK Innovation eingegangenen, einem Energie- und Petrochemiekonzern aus Südkorea. Das gemeinsame Unternehmen soll Batterietechnik für Elektroautos entwickeln.

Hans Diekmann

Hans Diekmann

An dem Unternehmen wird SK Innovation 51 Prozent und Continental 49 Prozent halten. Zum Startteam sollen 200 Mitarbeiter weltweit gehören, die die beiden Partner zu gleichen Teilen stellen. Operativer Hauptsitz des Gemeinschaftsunternehmens wird Berlin sein.

Hauptsächlich entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen Lithium-Ionen-Batteriemodule zum Antrieb von Elektroautos. SK Innovation hat bereits seit 1996 eine Lithium-Ionen-Sparte, die derzeit Automobilhersteller wie Daimler und Hyundai beliefert.

Das Joint Venture geht aus zwei Konzernriesen hervor. Continental setzte 2011 rund 30,5 Milliarden Euro um und zählt 167.000 Mitarbeiter in 46 Ländern. SK Innovation erwirtschaftete zuletzt 59,3 Milliarden US-Dollar.

Berater Continental
Shearman & Sterling (Düsseldorf): Hans Diekmann (M&A), Dr. Jürgen Meyer-Lindemann (Düsseldorf/Brüssel), Mathias Stöcker; Associates: Andreas Kafetzopoulos (Brüssel; alle Kartellrecht), Carsten Bernauer, Christoph Neven (beide M&A)
Inhouse (Hannover): Johannes Suttmeyer – aus dem Markt bekannt

Berater SK Innovation
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Matthias Hentzen, Dr. Oliver Rieckers (beide M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Alf-Henrik Bischke (Kartellrecht); Associates: Dr. Ingo Strauß (M&A/Gesellschaftsrecht), Sebastian Brack (Kartellrecht; Berlin)

Hintergrund: Continental pflegt seit Jahren ein enges Manadatsverhältnis zu Freshfields Bruckhaus Deringer und Shearman. Shearman betreute Continental zum Beispiel 2006 beim Kauf der Autoelektronik-Sparte von Motorola (mehr…). Freshfields beriet das Unternehmen vor einigen Jahren, als es die Übernahme durch Schaeffler verhindern wollte (mehr…).

Bei der jetzigen Transaktionen waren nach Marktinformationen neben Shearman zusätzlich auch die Kanzleien Allen & Gledhill aus Singapur sowie Bae Kim & Lee aus Südkorea für Continental tätig.

Hengeler arbeitete ebenfalls mit einer asiatischen Kanzlei zusammen, Kim & Chang aus Seoul. Diese wurde, soweit bekannt, von SK Innovation selbst hinzugezogen. (Parissa Kerkhoff)

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