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20.12.2012

Insolvenzverfahren: Wellensiek und White & Case teilen Powerwind auf

Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Powerwind hat sein im April 2012 begonnenes Insolvenzverfahren beendet. Das Powerwind-Servicegeschäft übernahm die GES Deutschland, eine Tochter der spanischen GES Global Energy Services. Das Vorrats- und Anlagevermögen sowie die IP-Rechte gingen an das indische Unternehmen RK Wind.

Jan Dietze

Jan Dietze

Als eigenständiger Produzent von Windkraftanlagen verschwindet Powerwind vom Markt. Ein ursprünglich im Sommer ausgehandelter Kaufvertrag für das gesamte Unternehmen wurde nicht vollzogen. 2008 hatte der Private-Equity-Investor Warburg Pincus die Firma Powerwind als Ausgliederung von Conergy übernommen.

Berater GES Deutschland
Korfsmeyer (Bad Homburg): Jochem Korfsmeyer (Compliance, Risk Management)

Berater RK Wind
Zenk (Hamburg): Gunther Schmidt (Federführung), Jan Dietze, Dr. Michael Stopper (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Michael Hackert (Steuern)

Sachwalter von Powerwind
White & Case Insolvenz (Hamburg): Dr. Sven-Holger Undritz

Berater Sachwalter
White & Case (Hamburg): Dr. Ellen Meyer-Sommer (Insolvenzrecht)

Berater Powerwind
Wellensiek (Frankfurt): Dr. Lorenzo Matthaei, Marc-Philippe Hornung (Heidelberg), Stephan Strumpf (alle Insolvenzrecht)
White & Case (Hamburg): Patrick Narr, Dr. Florian Kleinschmitt (M&A)

Hintergrund: Powerwind war im Frühjahr eines der ersten Unternehmen, die ihre Sanierung in Eigenregie beginnen konnten, nachdem das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) in Kraft getreten war. Dabei bleibt die Geschäftsführung im Amt und wird von einem gerichtlich bestellten Sachwalter beaufsichtigt.

Diese Rolle hatte Undritz von White & Case übernommen, der als regulärer Insolvenzverwalter und Sachwalter viel beschäftigt ist. Zuletzt wurde er beispielsweise Insolvenzverwalter der Hamburger Luxushotelkette Intercontinental (mehr …). (Markus Lembeck)

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