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03.12.2012

Milliardenschwerer Zukauf: Siemens vertraut Inhouse-Team und Linklaters

Siemens erwirbt die Bahnautomatisierungs-Sparte des britischen Unternehmens Invensys. Der Kaufpreis beträgt 2,2 Milliarden Euro.

Rainer Traugott

Rainer Traugott

Die beiden Parteien haben einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet, nachdem sie drei Monate verhandelt hatten. Für die Transaktion steht noch die kartellrechtliche Freigabe und die Genehmigung der Invensys-Hauptversammlung aus. Bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres soll der Deal in trockenen Tüchern sein.

Das börsennotierte Unternehmen Invensys hat über 20.000 Mitarbeiter. Auf die Bahnautomatisierungs-Sparte entfallen 3.200 Mitarbeiter, die sich mit softwaregesteuerter Bahnautomatisierung beschäftigen. Die Kunden kommen aus 30 verschiedenen Ländern. Siemens gelang es, durch die Transaktionsstrukturierung weitgehend keine Pensionsverbindlichkeiten aus dem Invensys Pension Scheme übernehmen zu müssen.

Berater Siemens
Inhouse (München): Sabine Kalbitz (Projektleitung), Thomas Lautenbach, Dr. Jürgen Liehr (alle M&A), Dr. Wolfgang Heckenberger, Dr. Holger Hohmann, Andrea Herzog (alle Kartellrecht), Jennifer Schiffrin (IP), Dr. Jens Paul (Grundstücksrecht), Robert Spangler (Steuern), Dr. Thomas Borm, Patrick Schwarz (beide Bank-/Finanzrecht)
Linklaters: Roger Barron, Iain Wagstaff (beide Corporate/M&A; beide London), Dr. Rainer Traugott (Corporate/M&A; München), Dr. Wolfgang Deselaers (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Ruth Roth (Corporate; Frankfurt), Tim Cox (Pensionen), Nemone Franks (IP), Vanessa Havard-Williams (Umweltrecht), Mark Burgess-Smith (Grundstücksrecht), Mark Kingstone (Steuern), Larissa Howard (Pensionen), Simon Kerr-Davis (Arbeitsrecht; alle London)

Berater Invensys
Freshfields Bruckhaus Deringer (London): Barry O’Brien, Ben Spiers, Dr. Christoph von Bülow (Frankfurt; alle Gesellschaftsrecht/M&A), Chris Forsyth (IP/IT), David Pollard, Simon Evans (beide Arbeitsrecht), Colin Hargreaves (Steuern), Rod Carlton (Kartellrecht); Associates: Christine Hentke (Frankfurt), Beth Cameron, Xin-Yi Yak, Robert Henry, Alice Zhu (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Adam Ryan, Sara Naisby (beide IP/IT), Andrew Murphy, Nicola Squire (beide Arbeitsrecht), Jennifer Harley (Steuern), Verity Stevens, William Verrill (beide Bank-/Finanzrecht), Mari Scimemi, Thomas Cooling (beide Kartellrecht), Daniel Lawrence (Umweltrecht), Charlie Mieville (Immobilienrecht)

Hintergrund: Nach längerer Zeit mandatierte Siemens wieder Linklaters für die Beratung zu einem größeren Deal. Relationship-Partner in der Kanzlei ist der Münchner Partner Traugott. Die Federführung bei dem Deal übernahm das Münchner M&A-Team von Siemens. Der Konzern unterhält eine sehr große Corporate-/M&A-Abteilung. Unter der Leitung von Anton Steiger arbeiten in dem Bereich rund 60 Juristen.

Bei Freshfields pflegt der Londoner Partner Spiers Kontakte zum Unternehmen, die es zuvor etwa im Kapitalmarktrecht schon gab. Auch Siemens vertraut bei Transaktionen Freshfields, zum Beispiel im November beim Kauf des belgischen Industriesoftware-Anbieters LMS International für 680 Millionen Euro. Ein Team um die Münchner Partner Dr. Barbara Keil und Dr. Ralph Kogge beriet gemeinsam mit den Inhouse-Juristen um Christian Bindl, Head of Legal M&A Industry & Healthcare. (Parissa Kerkhoff)

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