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15.01.2016

Fußball-Investment: Capelli steigt mit Hilfe von Schröder Fischer beim MSV Duisburg ein

Der MSV Duisburg hat mit dem US-Sportausrüster Capelli eine Investorenvereinbarung geschlossen. Neben einer direkten Beteiligung an der ausgegliederten Profiabteilung des Fußballclubs geht es nach JUVE-Informationen auch um einen zukünftigen Ausrüstervertrag. Für den Fußballzweitligisten ist die Finanzspritze willkommen, der Capelli-Gruppe ermöglicht der Deal den Eintritt in den deutschen Markt.

Frank Bahners

Frank Bahners

Capelli übernimmt zunächst 5,1 Prozent der Kommanditanteile auf Aktien des MSV Duisburg, auf weitere 5 Prozent hält er eine Option. Der Investorenvertrag läuft bis 2022. Die Profisparte der Fußballabteilung des Duisburger Sportvereins MSV ist in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert und damit für Beteiligungen offen. Hierzulande ist beispielsweise auch Puma bei Borussia Dortmund und Adidas bei Bayern München engagiert.

Neben der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung sicherte Capelli auch zu, ein neues Kabinengebäude im Nachwuchszentrum des Duisburger Traditionsvereins zu finanzieren. Ab 2018/19, wenn der gegenwärtige Ausrüstervertrag des finanziell angeschlagenen Zweitligisten mit dem deutscher Sportartikelhersteller Uhlsport ausläuft, möchte Capelli dem Vernehmen nach auch diesen Part übernehmen.

Das Familienunternehmen Capelli mit Hauptsitz in New York ist in den USA als Mode- und Sportlabel bekannt. Capelli beschäftigt weltweit rund 3.000 Mitarbeiter, die Europazentrale liegt nordrhein-westfälischen Ratingen.

Berater Capelli
Schröder Fischer (Düsseldorf): Dr. Frank Bahners

Berater MSV Duisburg
RWP Rechtsanwälte (Düsseldorf): Frank Nolte

Hintergrund: Der Corporate-Anwalt und Sportrechtler Bahners, der im Sommer 2014 von der Düsseldorfer Kanzlei Peters zur lokalen Wettbewerberin Schröder Fischer gewechselt war, kam über eine Empfehlung bei Capelli ins Mandat. Er beriet 2010 auch schon Fortuna Düsseldorf bei deren Vertragsverlängerung mit dem Schweizer Sportvermarkter Infront.

Der Berater des MSV Duisburg, Frank Nolte, verdankt seine Mandatierung dem persönlichen Kontakt zum Verein. Er vertritt ihn etwa auch in der Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Geschäftsführer Roland Kentsch. Hintergrund der Streitigkeit vor dem Landgericht Duisburg sind die Folgen der Zweitliga-Lizenzversagung für die Spielzeit 2013/14.

Als der MSV Duisburg im vergangenen Sommer einen Agenturvertrag mit dem Vermarkter Sportfive schloss, ließ sich der Club von Dr. Andreas Jens, Namenspartner der Hamburger Sozietät von Appen Jens beraten, die auch den Hamburger SV seit Jahren bei Vermarktungsfragen unterstützt. (Sonja Behrens)

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