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25.02.2016

Comsoft-Insolvenz: Frequentis kauft größten Geschäftsbereich

Der österreichische Technologiekonzern Frequentis übernimmt von Comsoft den Geschäftsbereich Flugsicherung und Flugverkehrsmanagement. Den rund 220 Mitarbeiter zählenden Bereich führt er als Comsoft Solutions weiter. 

Jochen Wilkens

Jochen Wilkens

Das Karlsruher Unternehmen Comsoft hatte im Oktober beantragt, ein Insolvenzverfahren zu eröffnen. Der Umsatz der Firma lag im Jahr zuvor noch bei 40 Millionen Euro, bei Insolvenzanmeldung zählte Comsoft 250 Mitarbeiter. Der Verkauf an Frequentis erfolgte aus dem folgenden Bieterverfahren heraus. 

Frequentis setzte im Jahr 2014 rund 214 Millionen Euro mit Leitzentralen um, darunter für Luftverkehr, Bahn, Polizei und Feuerwehr. Das Unternehmen beschäftigte weltweit gut 1.250 Mitarbeiter, davon 830 am Hauptsitz in Wien.

Berater Frequentis
Freshfields Bruckhaus Deringer
(Frankfurt): Jochen Wilkens (Federführung; Finanzierung/Restrukturierung), Dr. René Döring (Arbeitsrecht), Dr. Martin Schiessl (Steuerrecht), Dr. Thomas Zottl (M&A, Wien); Associates: Robert Kastl (Finanzierung/Restrukturierung), Dr. Stephan Reemts (M&A)
Inhouse Recht und Steuern (Wien): Reinhold Daxecker (General Counsel)

Insolvenzverwaltung
Wellensiek
(Heidelberg): Christopher Seagon

Berater Insolvenzverwaltung
Gleiss Lutz
(München): Dr. Ralf Morshäuser (Federführung; M&A), Dr. Johann Wagner (Steuerrecht; Hamburg), Dr. Tobias Falkner, Dr. Johannes Wittmann (beide M&A), Dr. Matthias Werner (IP/IT), Dr. Frank Merten (Arbeitsrecht; Stuttgart), Dr. Jens Wrede (Steuerrecht; Hamburg)

Hintergrund: Frequentis zählt zu den bestehenden Mandanten des Wiener Büros von Freshfields. Ab August 2015 wurde das Frankfurter Team in Restrukturierungsbemühungen eingebunden, die sowohl Comsoft wie Frequentis verfolgten. Diese Vorarbeiten ermöglichten ein schnelles Gebot im Bieterverfahren und die Übernahme aus der vorläufigen Insolvenz heraus.

Gleiss Lutz arbeitete für Insolvenzverwalter Christopher Seagon an etlichen Transaktionen, darunter dem Verkauf der insolventen Baumarktkette Praktiker und des Automobilzulieferers Meteor Gummiwerke. (Raphael Arnold)

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