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25.03.2017

Wasser aus dem Norden: Hansa-Heemann kauft mit Lawentus Fürst Bismarck Quelle

Der norddeutsche Erfrischungsgetränkehersteller Hansa-Heemann hat von Nestlé Waters und der Familie Bismarck die Fürst Bismarck Quelle gekauft.  Der Ankauf soll Anfang Juli abgeschlossen sein und muss noch vom Kartellamt genehmigt werden.

Tilman Rückert

Tilman Rückert

Die Transaktion umfasst den Erwerb der Betriebsstätte Aumühle im Sachsenwald von Nestlé Waters sowie der Grundstücke mit dem Wasservorkommen der Familie Bismarck. Hansa-Heemann übernimmt die 105 Beschäftigten des Werkes in Aumühle, in dem jährlich rund 145 Millionen Liter Mineralwasser abgefüllt werden.

Die Mineralwassermarke Fürst Bismarck gehörte seit 1974 zum Schweizer Nestlé-Konzern, zuvor befand sie sich im Besitz der Familie Bismarck. Nestlé Waters konzentriert sich seit einiger Zeit auf den Vertrieb ihrer international bekannten Marken San Pellegrino, Acqua Panna, Vittel, Contrex und Perrier. Verkaufsüberlegungen waren bereits im Juli 2015 bekannt geworden. Fürst Bismarck war zuletzt die einzig im Konzern verbliebene Lokalmarke, die vor allem in Norddeutschland bekannt ist. 

Hansa-Hemann aus Rellingen erzielte zuletzt mit rund 700 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. Alleiniger Eigentümer ist seit 2004 die Familie Lange, die auch Miteigentümerin des Hamburger Gabelstaplerbauers Jungheinrich ist.

Tim Arndt

Tim Arndt

Berater Hansa-Heemann
Lawentus (Hamburg): Dr. Tilman Rückert (Federführung), Dr. Steffen Leicht (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Gunnar Helms (Commercial)
Fechner (Hamburg): Dr. Birte Lorenzen (IP/IT)
Wagner Legal (Hamburg): Eckart Wagner (Kartellrecht)
Hilbrandt Rückert Ebbinghaus (Hamburg): Dr. Christian Hilbrandt, Dr. John-Robert Skrzepski (beide Arbeitsrecht)
Esche Schümann Commichau (Hamburg): Dr. Robert Kroschewski, Marc Nürnberger, Dennis Pohlmann (alle Steuern)

Berater Nestlé Waters Deutschland
White & Case (Frankfurt): Dr. Tim Arndt, Ingrid Wijnmalen (beide Federführung), Andreas Stilcken (alle M&A), Dr. Bodo Bender (Steuerrecht), Dr. Justus Herrlinger (Kartellrecht; Hamburg), Frank-Karl Heuchemer (Arbeitsrecht), Markus Mette (IP), Dr. Martin Hoffmann (Regulatory), Dr. Lars Petersen (Kartellrecht; alle drei Hamburg); Associates: Christine Schneemann (M&A; Hamburg), Dr. Tim Bracksiek (Steuerrecht), Behnam Yazdani (Immobilienrecht)

Berater Familie Bismarck
Schleifenbaum & Adler (Siegen): Dr. Heinrich Schleifenbaum (Gesellschaftsrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Lawentus-Partner Rückert berät Hansa-Heemann seit vielen Jahren laufend in gesellschaftsrechtlichen Angelegenheiten. Der Kontakt reicht noch zurück in seine Zeit als Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Rückert gehörte 2003 zum Gründungsteam von Hilbrandt Rückert Ebbinghaus, dem ersten Associate-Spin-off von Freshfields in Hamburg. Diesem Beispiel folgten in den vergangenen Jahren viele andere Freshfields-Associates. 

Bei Hilbrandt Rückert Ebbinghaus schied Rückert aber später aus und war einer der Mitgründer der Kanzlei Corinius, die er wiederum 2014 verließ, um gemeinsam mit Corporate-Partner Leicht als Lawentus zu starten. Aus diesen diversen Konstellationen rühren auch die Kontakte zu den nun ebenfalls eingebundenen spezialisierten IP-, Kartell- und Arbeitsrechtlern. IP-Rechtlerin Lorenzen war vor ihrer Tätigkeit bei Fechner bei Corinius tätig, ebenso wie Wagner vor seiner Kanzleigründung.

Für die Financial Due Diligence zeichnete aufseiten von Hansa-Heemann der Hamburger PricewaterhouseCoopers-Partner Dr. Christian Wulff verantwortlich.

White & Case ist international seit Langem für Nestlé und auch Nestlé Waters tätig. Ein Team um Stilcken und Arndt beriet den Schweizer Konzern beispielsweise auch 2014 beim Verkauf ihrer Babynahrungsmarken Alete und Milasan. (Christine Albert)

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