Nach dem Zukauf des Dämmstoffherstellers Ursa und dem Verkauf der Geschäftseinheit Fels ist die Veräußerung von Fermacell die dritte große Transaktion von Xella in diesem Jahr. Solche strategischen M&A-Aktivitäten seien Teil der Wachstumsstrategie von Xella, teilte das Unternehmen mit. Hinter dem deutschen Baustoffkonzern mit Hauptsitz in Duisburg steht seit Ende 2016 der Investor Lone Star, der Xella von Goldman Sachs und PAI Partners kaufte.
James Hardie wurde in Australien gegründet und ist dort auch an der australischen Börse gelistet. 2001 wurde die Firma nach einem Asbest-Skandal restrukturiert, seit 2010 ist ihr Hauptsitz in Irland. Bislang war sie geschäftlich vor allem in Australien, USA und Asien aktiv.
Mit dem Fermacell-Zukauf soll nun der europäische Markt in Angriff genommen werden. Fermacell stellt vor allem Bauplatten für den Innenausbau her, James Hardie konzentrierte sich bislang auf faserzementhaltige Fassadenverkleidung. Der Umsatz von James Hardie lag im vergangenen Jahr bei rund einer Milliarde Euro.
Berater James Hardie
DLA Piper (Hamburg): Dr. Benjamin Parameswaran (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Konrad Rohde (Steuerrecht; Frankfurt), Dr. Thilo von Bodungen (Commercial), Lars Reubekeul (Immobilienrecht; beide München), Jan Pohle (IP/IT; Köln), Teresa Zueco (Madrid), Krzysztof Wiater (Warschau), Barbara van Hussen, Sander Wiggers (alle Corporate), Roderik Bouwman (Steuerrecht; alle drei Amsterdam), Yunus Maka (Corporate; Manchester), Omer Maroof (Immobilienrecht; London), Andrew Weil (Corporate), Greg Hayes (Immobilienrecht; beide Chicago), Nate McKitterick (Corporate; Palo Alto), Carlos Robles y Zepf (Frankfurt; Corporate/M&A), Dr. Henriette Norda (Arbeitsrecht), Florian Kirstein, Dr. Thilo Streit (Köln; beide Litigation & Regulatory), Sebastian Decker (Corporate/M&A), Dr. Fabian Klein (IP/IT; Frankfurt); Associates: Dr. Liane Bednarz, Niklas Mangels (Frankfurt), Sophie von Mandelsloh, Diedrich Schröder (alle Corporate/M&A), Johanna Leitzke-Schmid (Immobilienrecht), Olga Blaszczyk (Commercial), Dr. Philipp Krusemarck (alle drei München), Moritz Schönpflug (beide IP/IT), Dr. Daniel Zapf (Litigation & Regulatory; beide Frankfurt), Fabian Hafenbrädl (IP/IT), Georg Haberkorn (Pensions; beide München), Laura Llanos (Madrid), Laura Smit (beide Corporate; Amsterdam)
Inhouse Recht (Chicago): Joseph Blasko (General Counsel & Chief Compliance Officer)
Berater Lone Star
Gibson Dunn & Crutcher (Frankfurt): Dr. Dirk Oberbracht, Dr. Wilhelm Reinhardt (Corporate/M&A); Associates: Dr. Jan Schubert, Stefanie Zirkel Nicolas Eberle (alle Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Für James Hardie ist der deutsche Zukauf nicht nur der erste in Europa, sondern – soweit bekannt – auch die erste Akquisition überhaupt. Beraten wurden sie dabei federführend vom deutschen DLA-Corporate-Partner Parameswaran, der sich mit seinem Team in einem Pitch für das Mandat durchsetzen konnte.
Auf Verkäuferseite scheint sich die Beziehung zwischen Gibson Dunn und Lone Star zu festigen. Das Team des Private-Equity-Experten Oberbracht wurde hier zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate tätig. Es hatte Ende August schon den Verkauf der Fels-Werke an den irischen Konzern CHR rechtlich unterstützt. Mit dem Thema Xella ist Oberbracht schon seit Längerem vertraut: Während seines Wechsels von Latham & Watkins zu Gibson Dunn im Sommer 2016 beriet er die Gesellschaft und das Management von Xella, als Lone Star den Duisburger Konzern übernahm.