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25.05.2020

Elektromobilität: CleverShuttle und Stadtwerke Düsseldorf gründen Joint Venture mit Inhouse-Erfahrung und Redeker

CleverShuttle bietet seinen Fahrdienst nun auch in Düsseldorf an. Dazu hat die Tochter der Deutschen Bahn mit den Stadtwerken Düsseldorf ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Das Joint Venture namens CleverShuttle Düsseldorf wurde bereits von der EU-Kommission kartellrechtlich freigegeben.

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Sebastian Steinbarth

Die Flotte von CleverShuttle Düsseldorf besteht ausschließlich aus Elektrofahrzeugen. Der Stadtwerkekonzern der Landeshauptstadt bringt in das Unternehmen die Ladeinfrastruktur ein, die den Betrieb der Elektrofahrzeuge sicherstellen.

CleverShuttle ist der erste behördlich genehmigte Ride-Pooling-Fahrdienst Deutschlands. Das Geschäftsmodell des Berliner Unternehmens CleverShuttle basiert auf einem Algorithmus, der Fahrgäste intelligent zusammenbringt, Einzelfahrten bündelt und die schnellste Route ermittelt. Ende des vergangenen Jahres hatte der japanische Investor Mitsui zwölf Prozent der Anteile an dem Unternehmen übernommen, das zu 76 Prozent der Deutschen Bahn gehört.

Die Kooperation mit einem Stadtwerkekonzern einer deutschen Großstadt ist für das Berliner Unternehmen Neuland. Das von drei Schulfreunden als GHT Mobility gegründete Unternehmen ist bereits in Berlin, München, Dresden, Kiel und Leipzig aktiv. An den Standorten Frankfurt am Main, Stuttgart und Hamburg hatte das Unternehmen seinen Dienst Ende des vergangenen Jahres unter anderem wegen genehmigungsrechtlicher Probleme eingestellt.

Berater GHT Mobility/CleverShuttle/CleverShuttle Düsseldorf
Inhouse Recht (Clever Shuttle; Berlin): Till Wedemann, Sebastian Helling (beide Legal Counsel)
Inhouse Recht (Deutsche Bahn; Berlin): Christian Wörz (Senior Counsel Kartellrechtliche Verfahren und Regulierungsrecht); Dr. Verena Gattineau (Senior Counsel Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht)
Redeker Sellner Dahs (Brüssel): Dr. Sebastian Steinbarth (Federführung; Kartellrecht); Dr. Christian Eckart (Öffentliches Recht; Berlin); Associate: Anja Hämmerl (Kartellrecht; Bonn)

Berater Stadtwerke Düsseldorf
Inhouse Recht (Düsseldorf): Meinulf Hermanns (Leiter Recht & Regulierung), Kinga Jarzombek

Hintergrund: Bei den Düsseldorfer Stadtwerken trug Rechtsleiter Hermanns zur Unternehmensgründung bei.

CleverShuttle setzte ebenso auf Inhouse-Berater, darunter Wedemann, der 2019 von der Berliner Sozietät Hyazinth zu dem Unternehmen gewechselt war. JUVE-Informationen zufolge arbeitet CleverShuttle regelmäßig eng mit der breiter aufgestellten Rechtsabteilung der Deutschen Bahn zusammen. Für die gesellschaftsrechtlichen Fragen war auch dieses Mal wieder die Bahn-Inhouse-Counsel Gattineau dabei, vor allem aber zum Kartellrecht trug die Konzernrechtsabteilung ihr Wissen bei.

Für die fusionskontrollrechtliche Anmeldung des Joint Ventures in Brüssel zogen die Beteiligten die Brüsseler Kartellrechtspraxis der Kanzlei Redeker Sellner Dahs hinzu. Die Federführung hatte Steinbarth, der  seit 2013 in der Sozietät tätig ist und im vergangenen Jahr in die Partnerschaft aufgenommen wurde. (Martin Ströder)

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