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22.05.1999

Hermanns verstärkt Boesebeck-Kartellrecht

Boesebeck Droste überraschte Anfang des Monats die Kartellrechtsszene mit der Nachricht, daß die Kanzlei mit Dr. Ferdinand Hermanns einen der führenden Kartellrechtler zur Verstärkung für ihre wachsende Kartellrechtspraxis gewinnen konnte.Hermanns wird zum 1. Juli als Partner für die Standorte Düsseldorf and Brüssel der Sozietät beitreten. Damit wächst die Kartellrechtsgruppe der Kanzlei auf nunmehr fünf Partner und vier angestellte Anwälte. „ Wir sind eine junge Truppe, die in den letzten Jahren organisch gewachsen ist“, berichtet Dr. Thomas Jestaedt, Leiter des Brüsseler Büros und der Praxisgruppe Kartellrecht bei Boesebeck Droste. „Mit Dr. Hermanns gewinnen wir einen erfahrenen Partner mit hervorragendem Ruf, der in jeder Hinsicht zu uns paßt. Wir kennen und schätzen uns bereits seit vielen Jahren.“
Boesebeck Droste hat in den vergangenen Jahren ein starkes Profil im Bereich des Kartellrechts entwickeln können, insbesondere wurde in Brüssel ein hochgeschätzter Standort aufgebaut. Man beriet bei so prominenten Verfahren wie der Fusion Krupp/Thyssen vor der Europäischen Kommission und den Kartellverfahren Karton und vorisolierte Rohre vordem EuGH (1. Instanz).
In Kartellrechtskreisen ist Hermanns, der bisher als Einzelanwalt praktizierte, für seine enge Verbindung zu einem der großen chemisch-pharmazeutischen Konzerne bekannt. Er ist zuddem Vorsitzender der Wettbewerbskommission der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris.
Einige Kollegen aus dem Kartellrecht zeigten sich von diesem Schritt überrascht. Bei Boesebeck Droste wird die Entscheidung als wichtige Konsequenz aus dem Umzug des Bundeskartellamtes von Berlin nach Bonn gesehen. Die Zuständigkeit für Gerichtsverfahren wird künftig beim OLG Düsseldorf angesiedelt sein. Jestaedt erklärt: „Wir wollen Düsseldorf deshalb zu unserem wichtigsten Kartellrechtsstandort in Deutschland ausbauen.“

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