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17.04.2008

Bundesliga: Jetzt auch der HSV mit eigenem Justiziar

Der Hamburger Sport Verein (HSV) hat eine eigene Rechtsabteilung geschaffen. Dr. Jan Räker fungiert seit Anfang April bei dem norddeutschen Traditionsclub als Justiziar. Der 30-jährige Berufseinsteiger hatte im Herbst 2007 seine Wahlstation in der Rechtsabteilung der Deutschen Fußball Liga (DFL) absolviert und über grundrechtliche Beziehungen von Sportvereinen und -verbänden promoviert. Auch die Abschlussarbeit seines LL.M.-Studiums in Kanada hatte ein sportrechtliches Thema: „Die Haftung von Schiedsrichtern für Fehlentscheidungen.“

Der Kontakt zum HSV kam über einen Headhunter zustande. „Ich bin sehr erfreut, dass der HSV den Mut hatte, seine Rechtsabteilung mit einem jungen Anwalt wie mir zu besetzen“, sagte Räker, der sich unter anderem um die Gestaltung von Verträgen mit Spielern, Trainern und Sponsoren kümmern wird.

„Unser juristischer Beratungsbedarf ist wegen der immer vielseitigeren rechtlichen Problemgestaltungen stetig gestiegen, so dass wir nunmehr zu der Überzeugung gelangt sind, mit einem eigenen Juristen und nur noch ergänzender externer Beratung sowohl effizienter als auch kostengünstiger arbeiten zu können“, sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann. Inzwischen haben sieben Clubs der Fußball-Bundesliga einen eigenen Justiziar. (Geertje Oldermann)

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