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20.05.2009

Outsourcing der anderen Art: Babcock & Brown-Juristen gründen Kanzlei

Die Babcock & Brown-Syndizi Andreas Feuerstein (37), Oliver Kirfel (34) und Dr. Bernd Spieth (39) machen sich zum Juli als fks Feuerstein Kirfel Spieth in München in eigener Kanzlei selbstständig. Gleichzeitig gehen sie eine Best-Friends-Verbindung mit Heussen ein.Die australische Großbank Babcock & Brown hatte im März freiwillig einen Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Vermögenswerte, die in Beteiligungsunternehmen gehalten werden und nicht von der Insolvenz betroffen sind, sollen in den kommenden Jahren schrittweise veräußert werden. Während dieser Zeit werden die verschiedenen Gesellschaften kontinuierlich rechtlich von fks als federführender Kanzlei beraten. Heussen liefert die nötigen ergänzenden Kompetenzen und Personalkapazitäten. Der Kontakt zu der Sozietät kam zustande, als sich die Syndizi nach Alternativen für ihre berufliche Zukunft umzuschauen begannen.

Feuerstein und Spieth kennen sich bereits seit langem, da beide früher bei Clifford Chance tätig waren. Feuerstein gehörte zum Finance-Team der Kanzlei, bevor er als Syndikus zu EADS ging. Spieth, auch Steuerberater, war bei Clifford zuletzt Counsel im Bereich Tax/M&A. Kirfel hat einen etwas anderen Hintergrund: Er war vor seiner Zeit bei Babcock bei CMS Hasche Sigle im Corporate/M&A-Team tätig.

Alle drei waren zwischen zwei und drei Jahren bei Babcock & Brown und haben während dieser Zeit zahlreiche Transaktionen aus den Bereichen Immobilien, Erneuerbare Energien und Infrastruktur abgewickelt sowie das Assetmanagement auch im Hinblick auf Restrukturierungsprobleme unterstützt.

„Für uns ist das ein großer Schritt und sehr positiv gelaufen“, sagte Spieth. Zum einen seien sie selbstständig, zum anderen könnten sie aber auf das große Netzwerk zurückgreifen, das Heussen biete. Auch Heussen-Geschäftsführer Dr. Christof Schmidt zeigte sich zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir mit fks drei Partner gefunden haben, die sowohl vom Persönlichkeitsprofil als auch von den Aufgabenstellungen geradezu perfekt zu uns passen.“ (Astrid Jatzkowski)

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