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17.04.2019

Düsseldorf und München: Neues Management-Duo bei Orrick

Orrick Herrington & Sutcliffe hat ihr deutsches Management neu besetzt:  Neben dem langjährigen Managing-Partner Oliver Duys (46) rückt Dr. Christoph Brenner (49) in die Leitungsverantwortung. Damit sind nun beide deutsche Standorte – Düsseldorf und München – in der deutschen Führungsebene der US-Kanzlei vertreten. Brenner löst dabei Dr. Wilhelm Nolting-Hauff ab, der sich auf den Ausbau des China-Desk konzentrieren wird.

Christoph Brenner

Christoph Brenner

Der neue Co-Managing-Partner Christoph Brenner ist erst seit etwas mehr als zwei Jahren bei der Kanzlei. Anfang 2017 stieß er als Quereinsteiger zu dem Münchner Orrick-Team. Oliver Duys hingegen ist bereits 2013 in die Manager-Rolle berufen worden und begleitete in den ersten Jahren seiner Amtszeit eine strategische Umstrukturierung der deutschen Praxis. Heute liegt der weltweite Fokus der Sozietät auf internationalen M&A-, Private-Equity- und Technologietransaktionen. 

Oliver Duys

Oliver Duys

Beide Managing-Partner sind unverändert auch in Deals tätig. So ist der Düsseldorfer Partner Duys regelmäßig in Immobilien- und M&A-Deals zu sehen. Zuletzt beriet er zudem den Vorstand des Bauzulieferers Westag & Getalit, als im vergangenen Jahr mit der niederländischen Broadview Industries ein neuer Großaktionär an Bord kam. Der Münchner Private-Equity-Partner Brenner brachte vor zwei Jahren nicht nur ein Team, sondern auch einige stabile Mandatsbeziehungen mit, die er in seiner Zeit bei SJ Berwin und King & Wood Mallesons zu diversen Investoren aufgebaut hatte. Zuletzt etwa stand er wieder an der Seite der skandinavischen Beteiligungsfirma EQT, nämlich beim Verkauf von E.I.S Aircraft. Zudem begleitete er das ostdeutsche Chemieunternehmen Leuna Tenside durch seinen ersten Investorenzyklus.

Transatlantische Tech-Verbindungen

Anknüpfend an das Silicon-Valley-Netzwerk der US-Büros hat auch das hiesige Team inzwischen ein reges Beratungsgeschäft im Venture-Bereich aufgebaut. Das US-Management gab im Herbst des vergangenen Jahres bekannt, sogar selbst einen Corporate-Venture-Fonds aufzulegen. Mit diesem möchte die Kanzlei weltweit in vielversprechende Legal-Tech-Unternehmen investieren. Dabei sollen Orrick-Anwälte in die jeweilige Entwicklung von Tools eingebunden sein, um sie in der Praxis und auf Marktreife hin zu testen.

Das Chinageschäft, das der bisherige Co-Managing-Partner Nolting-Hauff weiter forcieren wird, zeigte sich zuletzt rege. So war beispielsweise regulatorisches Geschick gefordert, als die Kanzlei den chinesischen Fonds Changzou QFA beriet, der die erste vertiefte Prüfung nach dem neuen Außenwirtschaftsrecht absolvierte, um den sächsischen Flugzeugzulieferer Cotesa erwerben zu können. Außerdem verhandelte ein Team den Verkauf des Luxusmöbelherstellers Rolf Benz nach China.

Die deutsche Praxis der Kanzlei umfasst derzeit 11 Equity-Partner, 10 Local-Partner und noch weitere 30 Berufsträger, die sich auf zwei Standorte verteilen. (Sonja Behrens)

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