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04.03.2020

Umsatz 2019: Gleiss Lutz steigert Umsatz auf 217,5 Millionen Euro

Nach zwei Jahren mit moderaten Umsatzsteigerungen gelingt Gleiss Lutz 2019 das größte Umsatzplus seit 2016. Vor allem das Transaktionsgeschäft trug nach einer kurzen Schwäche im vergangenen Jahr wieder in gewohnter Stärke zum Umsatz bei. Dadurch konnte die Kanzlei sowohl Umsatz als auch Produktivität im vierten Jahr in Folge steigern.

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Michael Arnold

2018 knackte die Kanzlei die 200-Millionen-Euro-Marke noch mit einem kleinen Umsatzplus. Nun steigert sie ihren Umsatz auf 217,5 Millionen Euro, ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kanzlei fährt mit diesem Ergebnis das größte Umsatzplus seit 2016 ein, dem ersten Amtsjahr der Kanzleiführung um die Doppelspitze bestehend aus Prof. Dr. Michael Arnold und Dr. Alexander Schwarz.

Zu den Umsatztreibern in 2019 zählte vor allem die mit Transaktionen beschäftigte Gruppe ‚Transactions‘, die traditionell rund ein Drittel zum Kanzleiumsatz beiträgt. 2018 schwächelte die Einheit, 2019 konnte sie aber wieder wie gewohnt zum Umsatz beitragen. Mandate für die unterlegene Apax im Bieterverfahren um Scout24, die unterlegene Bieterin Brookefield beim versuchten Kauf der Deutschen Glasfaser sowie für Linde beim Verkauf des Flüssiggasgeschäfts an den finnischen Gaskonzern Gasun trugen dazu bei.

Neben dem Transaktionsgeschäft trugen Regulierung und Litigation und die als ‚Advisory‘ bezeichnete Geschäftssparte zu gleichen Teilen zum Gesamtumsatz bei. Sie gehörten allerdings mehr als die M&A-Beratung zu den Wachstumstreibern, was auch dem gestiegenen Technikeinsatz und dem Einsatz von Projektjuristen zu verdanken ist. ‚Regulatory & Litigation‘ und ‚Advisory‘ stehen für das wachsende Großmandategeschäft der Kanzlei, wie etwa die Daimler-Beratung im Lkw-Kartell (Regulatory & Litigation) sowie die Beratung des VW-Aufsichtsrat im Dieselkomplex (Advisory). Beide gehören zu den umsatzstärksten Mandaten außerhalb der Transaktionspraxis.

Insgesamt rechnete die Kanzlei 2019 mit 351 Berufsträgern und 20 Wirtschaftsjuristen. Ohne Wirtschaftsjuristen (14,6 Full Time Equivalence – FTE) verteilt sich der Umsatz auf 298,2 FTE, was einem Umsatz pro Berufsträger (UBT) von rund 729.000 Euro und einer Steigung der Produktivität um 2,8 Prozent entspricht. Das personelle Wachstum der Kanzlei von rund 16 FTE (entspricht 5,7 Prozent) lässt die Produktivitätssteiegerung insgesamt moderat ausfallen. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt dennoch ein beträchtlicher Sprung – stieg der UBT 2018 doch nur um 0,4 Prozent auf 709.000 Euro an.

Für die nächsten Jahre will die Doppelspitze um Arnold und Schwarz Effizienz und Auslastung mithilfe der internen Vernetzung weiter steigern. Für diese Aufgabe haben die 82 Partner der Sozietät die Amtszeit des Duos zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres um zwei weitere Jahre verlängert. (Helena Hauser, Martin Ströder) 

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