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21.02.2020

Umsatz 2019: Hogan Lovells erneut mit Rekordjahr

Hogan Lovells konnte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nochmal um 15,5 Prozent steigern. 2019 ist damit das bislang umsatzstärkste Jahr der Kanzlei in Deutschland seit der Fusion zwischen Hogan & Hartson und Lovells vor zehn Jahren.

Stefan Schuppert

Stefan Schuppert

Hogan Lovells erwirtschaftete an ihren vier deutschen Standorten und an ihrer neuen Zweigstelle in Berlin einen Umsatz von insgesamt 253,4 Millionen Euro. Das Rekordergebnis aus dem Vorjahr konnte die Kanzlei somit nochmals um 34,2 Millionen Euro überbieten. Als Hogan Lovells vor zehn Jahren erstmals als fusionierte Kanzlei in Deutschland beriet, lag der Gesamtumsatz der Kanzlei noch bei 143,7 Millionen Euro. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren verzeichnete Hogan Lovells in Deutschland vergleichsweise hohe Umsatzsprünge. Nur im Geschäftsjahr 2017 lag das Umsatzplus mit 8 Prozent im einstelligen Bereich.

Das erneute kräftige Umsatzplus von 15,5 Prozent führt der Deutschland-Chef der Kanzlei, Dr. Stefan Schuppert auf den bewährten Industriesektorfokus mit der starken Mandantenbindung zurück und auf die Verstärkungen im Partnerkreis. 2019 hat die Kanzlei acht Anwälte aus dem eigenen Nachwuchs zu Partnern gemacht. Von Gleiss Lutz war zudem die Corporate-Partnerin Dr. Urszula Nartowska ins Hamburger Büro von Hogan Lovells gewechselt.

Umsatzträchtig waren vor allem die Beratung in Massenverfahren und bei internen Untersuchungen, die aus der Praxisgruppe ‚Litigation, Arbitration & Employment‘ gesteuert werden. Marktbekannt ist hier zum Beispiel die Arbeit für Porsche im Dieselskandal. JUVE-Informationen zufolge ist 2019 der Beitrag der Praxisgruppe zum Gesamtumsatz weiter gestiegen – und hat damit erstmals die Corporate-Praxis überholt. Corporate erwirtschaftete 2018 noch 32 Prozent des Gesamtumsatzes, 2019 waren es 29 Prozent. Den drittgrößten Beitrag zum Umsatz leistete wie in den Vorjahren die IP-Praxis.

Maßgeblich zum Umsatzplus trug erneut auch die Praxis ‚Global Regulatory‘ bei, zu der auch die Kartellrechtspraxis zählt. Der Zuwachs im deutlich zweistelligen Prozentbereich geht auch darauf zurück, dass die Kanzlei die bankaufsichtsrechtliche Beratung des Frankfurter Teams um Dr. Richard Reimer neuerdings zu dieser Gruppe zählt.

Im Schnitt erwirtschaftete jeder der insgesamt 379 deutschen Berufsträger (FTE) im vergangenen Geschäftsjahr 668.602 Euro. Das entspricht einer Steigerung des Umsatzes pro Berufsträger (UBT) von 6,4 Prozent (Vorjahr: 628.100 Euro). Der UBT der deutschen Standorte liegt damit allerdings weiter hinter dem der weltweiten Praxis, der 2019 um 5,8 Prozent auf 850.000 Dollar (786.046 Euro) gestiegen ist. Allerdings blieb das weltweite Umsatzwachstum der Kanzlei mit einem Plus von 6 Prozent hinter dem der deutschen Standorte zurück. Weltweit spielte die Kanzlei 2,246 Milliarden Dollar (2,077 Milliarden Euro) ein. (Martin Ströder)

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