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16.10.2012

Übernahmeangebot: Semperit setzt bei Latexx-Anteilskauf auf Inhouse-Kompetenz und DBJ

Die in Wien börsennotierte Semperit Holding AG übernimmt 47,3 Prozent an Latexx Partners mit Sitz in Malaysia. Verkäufer des Produzenten von medizinischen Handschuhen sind der Hauptaktionär sowie acht weitere institutionelle Investoren.

Andreas Zahradnik

Andreas Zahradnik

Unter der Bedingung, wenigstens die Hälfte zu bekommen, will Semperit 100 Prozent Anteile erwerben. Sollten alle Aktionäre und Optionshalter von Latexx das Angebot annehmen, rechnet Semperit mit Kosten in Höhe von 152 Millionen Euro.

Das Übernahmeangebot wurde in Malaysia mit Hilfe der RHB Investment Bank Berhad in Kuala Lumpur gelegt, als internationale Investmentbank fungierte die Deutsche Bank.

Mit dem Zusammenschluss soll der zweitgrößte Produzent für medizinische Gummihandschuhe mit einem Weltmarktanteil von rund zwölf Prozent entstehen. Semperit erwartet eine Steigerung ihrer Produktionskapazitäten von 12 auf 20 Milliarden Handschuhe jährlich. Latexx Partners erzielte 2011 einen Umsatz von rund 104 Millionen Euro. Die Firma besitzt sechs Produktionsstätten.

Berater Semperit
Zico Law (Kuala Lumpur): Gilbert Gan – aus dem Markt bekannt
Luther (Singapur): Dr. Knut Unger; Associates: Thuy Trang Phan, Alexander Bohusch (alle Gründung/Eingliederung Zweckgesellschaften)
Dorda Brugger Jordis (Wien): Dr. Andreas Zahradnik, Christoph Brogyányi (beide Kapitalmarktrecht)
Jacobsen (Berlin): Kay Jacobsen, Uwe Wellmann (beide Fusionskontrolle Österreich, Deutschland)
Inhouse (Wien): Gerhard Klingenbrunner (Leiter Recht)

Berater Verkäufer
Mazlan & Associates (Kuala Lumpur): Dominic Aw Kian-Wee – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Semperit arbeitet insbesondere bei börsenrelevanten Themen, zum Beispiel Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßig mit Dorda Brugger Jordis zusammen. Auch Luther in Singapur ist seit vielen Jahren für das Unternehmen tätig, mehrere Unternehmen der Semperit-Holding haben ihren Sitz in Singapur sowie einige Vertriebsgesellschaften.

Semperit griff bei einer Fusionskontrolle erstmals auf Jacobsen zurück. Die Kanzlei unterhält eigenen Angaben zufolge gute Kontakte auch zu den zuständigen österreichischen Stellen wie der Bundeswettbewerbsbehörde und dem Bundeskartellanwalt und zählt beispielsweise Wienerberger und Lenzing zu ihren Mandanten.

Mazlan & Associates ist Mitglied im internationalen, nicht-exklusiven Kanzleinetzwerk Globalaw. Österreichisches Mitglied des Verbunds ist Hoffmann Law. (Geertje Oldermann)

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