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24.09.2015

Verpackungen: RAG-Stiftung steigt mit GLNS bei Constantia Flexibles ein

Die RAG-Stiftung steigt über den Investor Maxburg Capital Partners beim österreichischen Verpackungsunternehmen Constantia Flexibles ein. Damit will RAG ihre Abhängigkeit vom Chemieunternehmen Evonik weiter reduzieren.

Ludger Schult

Ludger Schult

Maxburg Capital Partners übernimmt für circa 100 Millionen Euro etwa 11 Prozent des Unternehmens. Wendel, das zuvor rund 73 Prozent der Anteile hielt, bleibt mit etwa 61 Prozent der größte Aktionär bei Constantia Flexibles. Unverändert beteiligt bleibt zudem die H. Turnauer-Stiftung mit 27 Prozent.

Wendel hatte Constantia Flexibles 2014 übernommen. Die Firma stellt Verpackungen für die Nahrungsmittel- und Pharmabranche her. Constantia Flexibles hat mehr als 3.000 Kunden weltweit, über 8.400 Mitarbeiter und 43 Produktionsstandorte in 18 Ländern. Die Produkte werden in mehr als 115 Ländern verkauft.

Die RAG-Stiftung soll ab 2019 die Folgekosten für den Steinkohleabbau im Ruhrgebiet übernehmen. Maxburg Capital Partners mit Sitz in München ist eine Beteiligungsgesellschaft der RAG-Stiftung.

Berater RAG-Stiftung/Maxburg Capital Partners
GLNS (München): Dr. Ludger Schult, Dr. Daniel Gubitz (beide Corporate/M&A), Dr. Tobias Nikoleyczik (Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt
P+P Pöllath + Partners (München): Dr. Michael Best (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt
OPF Partners (Luxemburg): Frédéric Feyten (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Wendel
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Dr. Axel Wahl (Corporate, Federführung), Mario Schmidt (Corporate/Private Equity), Dr. Patrick Meiisel (Tax); Associate: Jörg Walzer (Tax)
Binder Grösswang (Wien): Dr. Thomas Schirmer
Arendt & Medernach (Luxemburg): Pierre Beissel (Private Equity), Thierry Lesage (Tax), François Deprez (Private Equity, Real Estate) – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Paris) : Sébastien Willerval (Leiter Recht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Wendel vertraute schon beim Kauf von Constantia Flexibles im vergangenen Jahr einem Team von Willkie und Binder. Willkie Farr & Gallagher war seinerzeit zum ersten Mal für Wendel tätig gewesen. Das Unternehmen lernte die Kanzlei bei einem früheren Mandat auf der Gegenseite kennen. Der Einstieg von Wendel bei Constantia gilt als die größte Transaktion in Österreich im vergangenen Jahr.

Zwischen GLNS und Maxburg bestehen schon seit Längerem Kontakte. Die Kanzlei beriet schon bei mehreren Investments. Die RAG-Stiftung hat soweit bekannt keine separaten Anwälte hinzugezogen. (Catrin Behlau)

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