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25.05.2020

E-Autos: EnBW steigt mit Oppenländer und Barnert bei österreichischen Ladestationen ein

Der Energiekonzern EnBW dehnt sein Netz an Ladestationen für E-Autos auf Österreich aus. Dazu gründet der Stromanbieter aus Baden-Württemberg ein Joint Venture mit dem Wiener Unternehmen Smatrics, dessen 100 eigene Ladestationen auf die gemeinsame Gesellschaft übergehen. Smatrics wird so zum technischen Dienstleister für den Ausbau und Betrieb des Netzes an Ladeeinrichtungen.

Felix Born

Felix Born

An Smatrics Mobility+ wird EnBW voraussichtlich eine Mehrheit von 51 Prozent halten, die kartellrechtliche Genehmigung steht derzeit noch aus. Der deutsche Stromlieferant weitet sein Angebot an Ladestationen damit deutlich aus. Bislang umfasste das EnBW-Netz 340 Schnellladestandorte in Deutschland, weitere 140 sollen demnächst den Betrieb aufnehmen. Bis 2025 plant das Unternehmen allein 2.200 Standorte, die Zahl der Ladesäulen soll bereits 2021 auf 2.500 steigen.

EnBW investierte im 1. Quartal 2020 rund 300 Millionen Euro, davon entfielen 73 Prozent in Wachstumsprojekte wie die Elektromobilität. Der Gesamtumsatz des Unternehmens lag in diesem Zeitraum bei 5,4 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) knapp unter 945 Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 22.000 Mitarbeiter.

Die Eigentümerstruktur bei Smatrics bleibt von dem Gemeinschaftsunternehmen mit EnBW unberührt. Die Gesellschaft gehört weiterhin indirekt der OMV, dem Verbund und Siemens. Neben dem technischen Service für die Ladeinfrastruktur bietet das Unternehmen auch Ladegeräte und -kabel sowie eine Smartphone-App, die freie Ladepunkte anzeigt. Für 2019 meldete Smatrics im Geschäftsbericht durchschnittlich 36 Mitarbieter.

Michael Barnert

Michael Barnert

Berater EnBW
Inhouse Recht (Stuttgart): Dr. Andreas Lückenbach (Federführung; Syndikusrechtsanwalt Team Recht Markt; M&A/Fusionskontrolle), Rita Erhardt (Syndikusrechtsanwältin Team Recht Konzern & Support; Zivilrecht/IT-Recht), Olivia Ruppert (Syndikusrechtsanwältin Team Recht Markt; Vertriebsrecht)
Oppenländer (Stuttgart): Dr. Felix Born (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Andreas Hahn (Kartellrecht), Prof. Dr. Markus Köhler (Energierecht und IP/IT), Dr. Malte Weitner (Energierecht), Dr. Matthias Ulshöfer (Vergaberecht); Associates: Dr. Kalina Haack (Corporate/M&A), Dr. Hannes Dreher (Kartellrecht)
Barnert Egermann Illigasch (Wien): Dr. Michael Barnert (Corporate/M&A), Dr. Isabella Hartung (Kartellrecht/Vergaberecht), Dr. Clemens Egermann (Arbeitsrecht); Associates: Magdalena Ziembicka (Gewerberecht), Michail Fouzailov (Finanzrecht), Heinrich Stubenberg (Corporate/M&A), Piotr Markut, Dr. Martin Wagner (beide Immobilienrecht), Sebastian Schwab (Kartellrecht/Vergaberecht; letztere vier Rechtsanwaltsanwärter)

Stefan Arnold

Stefan Arnold

Berater Smatrics
Buchberger Ettmayer (Wien): Stefan Arnold (Federführung; Corporate/M&A), Elisabeth Wasinger (Arbeitsrecht), Karin Bruchbacher (Vertriebsrecht); Associates: Pablo Essenther, Thomas Androsch (beide Corporate/M&A, Immobilienrecht), Valerie Kalnein (Arbeitsrecht; letztere beide Rechtsanwaltsanwärter)
Inhouse Recht (Wien): Marlis Kölblinger

Hintergrund: Barnert Egermann Illigasch war in dieser Joint-Venture-Vereinbarung erstmals für EnBW tätig. Das Mandat entstand über die renommierte Stuttgarter Kanzlei Oppenländer, die seit Jahren immer wieder für den Energiekonzern arbeitet – sowohl in streitigen als auch beratenden Mandaten. Beim Verkauf des EnBW-Anteils an der EVN im März war dagegen Cerha Hempel für das Unternehmen tätig.

Bei einer Series-A-Runde bei Holo-Light Ende 2019 mandatierte EnBW dagegen KPMG Law in Deutschland. So kam damals auch Buchberger Ettmayer ins Mandat. Dabei handelte es sich um eine der ersten öffentlich bekannten Transaktionen, an der die wenige Monate zuvor entstandene und mit KPMG Law kooperierende Kanzlei beteiligt war. Smatrics nun mandatierte KPMG Law in Wien im Schulterschluss mit den dortigen Wirtschafts- und Steuerberatern der Big-Four-Gesellschaft.

Die Käuferin EnBW mandatierte für die steuerliche und finanzielle Due Diligence-Prüfung ein Team um die Dortmunder Partnerin Alexandra Sausmekat von Baker Tilly. In Österreich waren die Partner Karin Fuhrmann und Christian Oberkleiner von TPA für das Unternehmen tätig. (Raphael Arnold)

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