Juve Plus Beluga-Prozess

Feigen Graf und Roxin können Haftstrafe nicht verhindern

Der frühere Unternehmer Niels Stolberg muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das entschied heute das Landgericht Bremen im sogenannten Beluga-Verfahren. Damit endete eines der längsten Wirtschaftsstrafverfahren der vergangenen Jahre. Die weiteren Beschuldigten erhielten Strafen, die zur Bewährung ausgesetzt wurden.

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Sahan_Oliver
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Im Frühjahr 2011 hatte der Investor Oaktree, der in Stolbergs Reederei Beluga investiert hatte, Anzeige gegen Stolberg und andere Manager erstattet. Oaktree fühlte sich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens getäuscht. Stolberg hatte Oaktree geholt, nachdem die Reederei infolge der Finanzkrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. 2011 meldete das Unternehmen Insolvenz an.

Dass er bei seinen Rettungsversuchen diverse rechtliche Grenzen überschritt, befand nun auch das Landgericht nach fünf Jahren Ermittlungsverfahren und rund zwei Jahren Hauptverhandlung.  

Vertreter Niels Stolberg
Feigen Graf (Frankfurt): Dr. Bernd Groß (Wirtschaftsstrafrecht)
Roxin (Hamburg): Dr. Oliver Sahan (Wirtschaftsstrafrecht)

Bernd Groß
Bernd Groß

Vertreter weitere Ex-Beluga-Mitarbeiter
Otmar Kury (Hamburg; Wirtschaftsstrafrecht) – aus dem Markt bekannt
Joester & Partner (Bremen): Erich Joester, Prof. Dr. Reinhold Schlothauer – aus dem Markt bekannt

Staatsanwaltschaft Bremen
Ingo Radtke, Silke Noltensmeier

Landgericht Bremen; Große Wirtschaftsstrafkammer II
Monika Schaefer (Vorsitzender Richterin)

Hintergrund: Stolberg setzte seit Beginn des Ermittlungsverfahrens auf die renommierte Frankfurter Strafrechtskanzlei Feigen Graf. Der anerkannte Hamburger Strafrechtler Sahan kam erst später hinzu. Groß und Sahan hatten schon zuvor zusammengearbeitet.

Otmar Kury
Otmar Kury

Mit den Kanzleien Kury und Joester haben sich die anderen Beschuldigten für zwei der anerkanntesten Einheiten Norddeutschlands entschieden. Schlothauer gilt auch als exzellenter Revisionsspezialist.

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