Diemer hat bereits seit Beginn seiner Karriere einen engen Bezug nach Italien. So arbeitete der sowohl in Deutschland als auch Italien zugelassene Anwalt beispielsweise von 1990 bis 1999 bei der italienischen Kanzlei Pavia & Ansaldo in Mailand, ehe er 1999 vor Ort zu Freshfields wechselte. Hier war er bei seinem Ausscheiden 2004 Equity-Partner. In den vergangenen mehr als zehn Jahren war Diemer vor allem Inhaber einer Immobilienfirma in der Schweiz.
Der Wechsel zu Wolf Theiss kam über einen persönlichen Kontakt in die Kanzlei zustande. Von Sofia aus soll Diemer zukünftig vor allem das Inbound-Geschäft aus Italien ausbauen und managen. Bei Wolf Theiss in Sofia ist bereits ein Italienisch sprechender Anwalt tätig, zudem gibt es zwei Deutsch sprechende Anwältinnen. Insgesamt zählt das Büro etwa knapp 20 Juristen, davon fünf Partner.
Bulgarien ist mit Blick auf das Italiengeschäft strategisch gewählt: Zwar ist es der ärmste Staat der Europäischen Union, doch sind gerade hier in den kommenden Jahren Infrastrukturmaßnahmen in Milliardenhöhe geplant. Zudem hat beispielsweise die italienische Bank UniCredit bereits im vergangenen Jahr dort ihr sogenanntes UniCredit International Center gegründet, das italienische, aber auch andere internationale Unternehmen bei ihren Investitionen in Bulgarien und auf dem Balkan unterstützen soll.