Geschäftsentwicklung

Zuwächse für Österreichs Top-Kanzleien

Zum dritten Mal in Folge zog das Geschäft der größten Kanzleien Österreichs an. Im Geschäftsjahr 2015/16 wuchsen die Einnahmen der 15 umsatzstärksten Einheiten um rund 9 Prozent. Erstmals kletterten die kumulierten Umsätze damit auf über 400 Millionen Euro. Dies zeigen die aktuellen Recherchen von JUVE.

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Exakt 423 Millionen Euro betrugen danach die Einnahmen der JUVE Top 15. Die umsatzstärkste Kanzlei in Österreich bleibt Schönherr. Sie konnte ihre Einnahmen leicht auf knapp über 57 Millionen Euro steigern.

Platz 2 und 3 in Wien tauschten Wolf Theiss und Freshfields Bruckhaus Deringer. Dank eines Wachstums von mehr als 10 Prozent kam die britisch-deutsche Kanzlei auf Einnahmen von 51 Millionen Euro und zog an der österreichischen Wettbewerberin vorbei. Zwar legte auch Wolf Theiss um 4 Prozent zu, landete damit aber im vergangenen Geschäftsjahr nur bei knapp 50 Millionen Euro.

Produktivitätssieger Binder und CMS

Der Blick auf die Produktitvitätsentwicklung der vergangenen 5 Jahre zeigt, dass die ärgsten Verfolger der Top 3 die größten Fortschritte machten: Binder Grösswang und CMS Reich-Rohrwig Hainz.

Binder Grösswang, die mit Einnahmen von knapp 33 Millionen Euro fünftgrößte Kanzlei des Landes, steigerte ihren Umsatz pro Jurist (UBT) im 5-Jahreszeitraum um mehr als 42 Prozent und landete so zuletzt bei 425.000 Euro. Der UBT von CMS wuchs im selben Zeitraum um gut 33 Prozent auf 478.000 Euro. Die Kanzlei landete mit einem in Österreich erzielten Umsatz von rund 34 Millionen Euro auf Platz 4 der JUVE-Rangfolge.

In Osteuropa stabil

In Bezug auf die Gesamteinnahmen der Kanzleien – also den Umsätzen, die sie in Österreich und Zentral- und Südosteuropa zusammen erzielten – änderte sich an der Rangfolge der größten Kanzleien nichts. Danach bleibt Wolf Theiss mit knapp 78 Millionen Euro nicht nur größer als Schönherr mit 73 Millionen  Euro, sondern konnte ihren Vorsprung dank eines Wachstums von knapp 7 Prozent sogar noch ausbauen.

Auch die anderen in der Region mit eigenen Büros vertretenen Einheiten, CMS und Taylor Wessing enwc, legten insgesamt zu. Taylor Wessing wuchs gar um acht Prozent auf insgesamt über 23 Millionen Euro. (Jörn Poppelbaum)

Mehr über die Geschäftsentwicklung im österreichischen Rechtsmarkt sowie zu den JUVE Top 15 lesen Sie in der aktuellen Sonderausgabe des JUVE Magazins für Wirtschaftsjuristen, die in diesen Tagen erscheint – und ab 10. Oktober auch unter www.juve-verlag.at in einem erstmals publizierten Umsatzchart.

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