Schobel tritt seine neue Position zum November an.
Als heißeste Anwärterin auf den Posten als General Counsel der HGAA gilt Dr. Mirna Zwitter-Tehovnik. Die 35-Jährige ist seit Mai 2011 in der Rechtsabteilung des Unternehmens tätig und leitete bisher den Bereich Reorganisation. Seit Anfang des Jahres war sie zudem stellvertretende Leiterin der Rechtsabteilung. Die endgültige Entscheidung über die Neubesetzung der HGAA-Rechtsabteilungsspitze soll Marktinformationen zufolge jedoch erst unter dem neuen CEO fallen, der nach dem Ausscheiden von Gottwald Kranebitter noch nicht benannt wurde.
Schobel bringt Erfahrung aus Großkanzleien mit
Schobel hatte Ende 2010 als Konzernchefjurist und Head of Group Legal & Compliance bei der HGAA begonnen. Zuvor hatte er mehrere Jahre in internationalen Großkanzleien gearbeitet, unter anderem bei Sullivan & Cromwell in New York und bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Wien.
Bei Siemens berichtet Schobel disziplinarisch an den Vorstandsvorsitzenden von Siemens Österreich, Wolfgang Hesoun. Fachlich ist er Dr. Sebastian Brachert, General Counsel EMEA/Cross Sector Businesses & Services bei der Siemens AG in München, unterstellt.
Schobel selbst trägt die Verantwortung für insgesamt rund 80 Juristen, die in 19 Ländern tätig sind, darunter neben Zentral- und Osteuropa bis nach Aserbaidschan und die Türkei. Fachlich bildet die Rechtsabteilung die vier Sektoren Industry, Energy, Healthcare und Infrastructure & Cities ab, in denen auch der Konzern organisiert ist. Hinzu kommen eine Corporate-/M&A-Abteilung sowie eine Abteilung für Sonderprojekte.
Toifl verlässt Siemens nach acht Jahren
Toifl war acht Jahre im Siemens-Konzern tätig, zunächst als Leiter Recht der Business Unit Metal Industries innerhalb des Sektors Industry. Vor fünf Jahren rückte er als General Counsel an die Spitze der Rechtsabteilung. Seit seinem Amtsantritt wurde die Zuständigkeit über Österreich hinaus auf Süd- und Osteuropa ausgeweitet. Insgesamt verfügt Toifl über 30 Jahre Erfahrung in Rechtsabteilungen von Industrieunternehmen, unter anderem aus seiner Zeit bei der Voestalpine Industrieanlagenbau.
„Einen Großkonzern gesehen zu haben, war sehr spannend. Man sieht viel und lernt viel. Ich sehe mich jedoch in einem Alter, in dem man auch noch einmal etwas ganz anderes Ausprobieren kann“, sagte er Toifl im Gespräch mit JUVE. Er macht sich nun selbstständig und gründet die Firma Atcons (Armin Toifl Consultings) mit Sitz in seiner Heimat Linz. Atcons will Unternehmen beim Aufbau von Compliance- und Compliance-Management-Systemen beraten. Daneben sollen Vertragsmanagement-Leistungen für Anlagenbau-Projekte erbracht werden. „Compliance ist ein boomendes Thema in der Industrie. Es wird immer wichtiger und entwickelt sich zu gefragten Materie“, so Toifl.