Yilmaz wird formal der Rechtsabteilung unter Leitung von Regional General Counsel Alexander Krause mit Sitz im Headquarter Graz angehören. Sein Dienstsitz ist jedoch Wien. Von dort aus soll er als eine Art privilegierter Ansprechpartner der Geschäftsführung zum Engagement des Unternehmens in der Türkei fungieren und primär juristisch tätig sein. An den österreichischen Andritz-Standorten in Graz, Wien und Linz arbeiten insgesamt rund ein Dutzend Juristen, die Mehrzahl davon in Wien.
Andritz hatte erst kürzlich über die neu erworbene Tochter Schuler (mehr…) einen Großauftrag für eine Fertigungslinie zur Herstellung von Eisenbahnrädern in der Türkei an Land gezogen: Mit einem Wert von über 90 Millionen Euro ist dieser Unternehmensangaben zufolge der größte Einzelauftrag der Firmengeschichte.
Daneben ist Andritz dort vor allem über ihre Sparte ,Hydro‘ aktiv. Im Frühjahr 2012 erhielt das Unternehmen den Auftrag, die elektromechanische Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Beyhan-1 zu liefern und zu montieren. Der Auftragswert speziell für Andritz Hydro beträgt Unternehmensangaben zufolge rund 44 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2015 geplant. Beyhan-1 ist nach Angaben von Andritz das erste von vier geplanten Kalehan Enerji-Kraftwerken am Fluss Murat im Osten der Türkei.
Aufbau des Türkei-Geschäfts vorangetrieben
Bei Schönherr war Yilmaz seit 2008 tätig, 2011 wurde er als Anwalt zugelassen, zuletzt war er zudem Leiter des Turkish Desk der Kanzlei. Während des Aufbaus des Türkei-Geschäfts von Schönherr, den er maßgeblich begleitete, fungierte Yilmaz als eine Art Anker für deutschsprachige Mandanten bei deren Engagement in der Türkei. Die Kanzlei fusionierte zum Februar 2013 mit ihrer langjährigen türkischen Kooperationspartnerin CTK Law.. Zu den gemeinsam beratenen Mandanten zählen Unternehmen wie Turkcell, OMV-Tochter Petrol Ofisi, MetCap und Atrium. Unter der Federführung von Yilmaz begleiteten beispielsweise im Frühjahr Juristen beider Kanzleien die Ganahl AG, Hersteller von Wellpappeverpackungen, beim Erwerb des türkischen Wettbewerbers MKB (mehr…).
Soweit bekannt, wird Schönherr die Position Leiter Turkish Desk nicht wieder besetzen, auch weil die Zusammenarbeit mit dem Istanbuler Büro mittlerweile etabliert sei, hieß es aus Kanzleikreisen.