Wien

DLA-Partner geht mit früheren Großkanzlei-Kollegen in neue Einheit

Dr. Max Becker, langjähriger Partner von DLA Piper Weiss-Tessbach, hat die Sozietät mit Anfang Februar verlassen. Der 48-jährige Gesellschaftsrechtler operiert ab März zusammen mit zwei bekannten Wiener Namen: Dr. Stefan Günther (44), ehemals Partner bei Dorda Brugger Jordis, sowie Dr. Richard Regner (48), ebenfalls früher einmal Anwalt bei Weiss-Tessbach.

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Max Becker
Max Becker

Die drei neuen Partner firmieren seit Anfang des Monats als Becker Günther Regner und haben ihren Sitz an der Rechten Wienzeile – dort logiert Günther seit seinem Ausstieg bei Dorda Brugger Jordis vor fünf Jahren in Bürogemeinschaft mit dem befreundeten Immobilienanwalt Michael Rudnigger. Seitdem kooperiert Günther auch mit dem mittlerweile vor allem in Salzburg tätigen Regner.

Mit der Aufnahme von Becker soll die bislang faktisch als Bürogemeinschaft agierende Anwalts-GmbH nun einen gemeinsamen Außenauftritt erhalten. Weiters werden die Anwälte in absehbarer Zeit in gemeinsame Räumlichkeiten übersiedeln. „Für mich ist es ein großer Vorteil, künftig einen gestandenen M&A-Mann an meiner Seite zu haben“, so Günther gegenüber JUVE.

Becker ist seit 2001 in Partner bei Weiss-Tessbach bzw. DLA Piper gewesen. Hier beriet er vor allem im Gesellschaftsrecht und M&A. Zuletzt war er bei DLA einer von vier Partnern des Bereichs. Parallel zu seinem Weggang holte die Kanzlei jedoch kürzlich den langjährigen Freshfields Bruckhaus Deringer-Anwalt Dr. Attila Csongrady (mehr…).

Stefan Günther
Stefan Günther

Günther ist seit seinem Rückzug von Dorda Brugger Jordis in der Wiener Anwaltsszene nicht mehr so präsent wie früher. Jedoch verfügt er weiter über enge Beziehungen zu zum Teil sehr großen Unternehmen, wie etwa zur Powerlines-Gruppe, deren damalige Eigentümerin er bei der Veräußerung an Gilde vor knapp fünf Jahren beraten hatte (mehr…). Auch bei der versuchten Übernahme von Opel durch den österreichischen Automobilzulieferer Magna im Jahr 2009 nahm Günther eine Schlüsselstellung ein: Bis heute gilt er als enger juristischer Berater des General Counsels von Magna, Thomas Schultheiss.

Auch Richard Regner blickt auf reichlich Erfahrung zurück. Begonnen hatte er seine Anwaltskarriere bei DLA-Vorgängerkanzlei Weiss-Tessbach, wo er 2002 als Partner ausschied. Damals gründete er mit einigen anderen Partnern die heute vor allem für IP bekannte Wiener Kanzlei Gassauer-Fleissner. Seit 2008 ist er selbstständig.

Becker ist nicht der einzige Partner, der DLA aktuell verlassen hat. Nach JUVE-Informationen wird in Kürze ein weiterer folgen – allerdings kein Gesellschaftsrechtler. (Jörn Poppelbaum)

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