Laut der JUVE-Konzipientenumfrage sind die Rechtsanwaltsanwärterinnen und -anwärter bei Binder Grösswang im Großen und Ganzen zufrieden. „Die Kanzlei eignet sich sehr gut für den Einstieg als Konzipient“, heißt es in der Umfrage.
Ebenfalls gut kommen das „sehr angenehme Betriebsklima und die flachen Hierarchien“ an. Daneben werden auch die regelmäßigen Kanzlei- Events hervorgehoben. Positiv schneidet die Arbeitgeberin auch mit Blick auf das Niveau der Arbeitsinhalte und der Internationalität der Causen ab. „Man lernt total viel und hat spannende Mandate“, betont ein Teilnehmer der Umfrage, ein anderer berichtet von „interessanten und herausfordernden Causen“.
Beim Thema Aus- und Weiterbildung gehen die Meinungen in der Umfrage auseinander. So berichtet eine Teilnehmerin von einer „steilen Lernkurve“ und davon, dass „man immer gefördert und gefordert“ werde. Eine andere meint hingegen: „Die Unterstützung zur erfolgreichen Absolvierung der Rechtsanwaltsprüfung ist verbesserungswürdig.“ Das Angebot der Kanzlei, wie etwa interne Workshops und Fortbildungen, zur Vorbereitung auf die Rechtsanwaltsprüfung (RAP) bewertet der Großteil der Befragten allerdings gut. Neu ist ein Training in Kleingruppen für Konzipientinnen und Konzipienten, die vor der Prüfung stehen, das unter anderem die Simulation der mündlichen Prüfung samt Videoanalyse umfasst.
Unzufrieden zeigen sich die Teilnehmenden der Umfrage allerdings mit der Arbeitsbelastung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mit der Work-Life-Balance. Hier fallen die Noten jeweils unterdurchschnittlich aus. Dass dieses Thema nicht allein Binder Grösswang, sondern auch andere Einheiten dieses Zuschnitts betrifft, ist dem Nachwuchs durchaus bewusst: „Nachteil der Kanzlei sind die doch langen Arbeitstage, die man aber in den meisten Kanzleien dieser Größe hat“, gibt einer der Befragten an. Zugleich weist ein anderer Teilnehmer auf die „im Vergleich zu anderen Großkanzleien wohl noch gute Work- Life-Balance“ bei Binder Grösswang hin. Mit durchschnittlich 54 Stunden in der Woche verbringen die Konzipientinnen und Konzipienten über drei Stunden mehr bei der Arbeit als ihre Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kanzleien.