Entscheiden sich Nachwuchsjuristen für die Kanzlei, können diese mit Sicherheit an hochkarätigen Causen mitarbeiten. Denn speziell im Transaktionssegment – das die Einheit grenzüberschreitend bespielt – ist sie hochrenommiert.
Auf die Anwaltsprüfung werden die Anwärterinnen und Anwärter mit internen Seminaren, der Breakfast Academy und RAP-Sessions im Frage- Antwort-Stil vorbereitet. Dort berichten bereits geprüfte Kolleginnen und Kollegen von ihren Erfahrungen.
Mit der Abschaffung der Boni für die Konzipientinnen und Konzipienten im Jahr 2023 zog die Kanzlei allerdings den massiven Unmut ihres Nachwuchses auf sich. Betrachtet man die Werte in der aktuellen JUVE-Konzipientenumfrage, ist diese Unzufriedenheit noch nicht abgeebbt. So bleibt die Kanzlei bei der Gehaltszufriedenheit deutlich hinter dem Marktdurchschnitt zurück. Das ist umso überraschender, da Cerha Hempel – was das Grundgehalt für den juristischen Nachwuchs angeht – nicht weit hinter den am besten zahlenden Kanzleien zurückbleibt. So wurde das Gehalt im Vergleich zu 2024 um 400 Euro pro Monat erhöht. Außerdem trägt die Kanzlei die Beiträge für Kammer und Versorgungseinrichtung.
Wie in vielen marktführenden Kanzleien haben das gute Renommee und die tollen Mandate auch eine Kehrseite: So moniert der Nachwuchs die fehlende Work-Life-Balance und die lange Arbeitszeit – mit 54,9 Wochenstunden rund vier mehr als der Marktdurchschnitt, aber immer noch weniger als in anderen Top- Kanzleien, allen voran Freshfields mit beinahe 60 Wochenstunden.
Den Karrierepfad bei Cerha Hempel empfinden die Konzipientinnen und Konzipienten, auf Partnerebene oder abseits davon, als intransparent. „Es ist nicht klar, welche Schritte man setzen muss, um eine realistische Chance auf die Partnerschaft zu haben“, lautet beispielsweise eine Rückmeldung bei der Umfrage. Auch in den Punkten Kommunikation innerhalb der Kanzlei, Personalführung und Betriebsklima sieht der juristische Nachwuchs Nachholbedarf. „Der Ton, in dem mit Mitarbeitern umgegangen wird, lässt zu wünschen übrig“, beschreibt es ein Konzipient in der Umfrage.
Positiver als andere Punkte fällt dagegen die Bewertung der Internationalität aus, was in den vielen grenzüberschreitenden Mandaten begründet liegt. So können Konzipientinnen und Konzipienten auch für mehrere Wochen in den CEEBüros der Kanzlei arbeiten und Erfahrungen für die weitere Karriere sammeln.