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Juve Top 20

Cerha Hempel

Am meisten Lob erhält die Kanzlei in der JUVE-Umfrage von ihren Anwärterinnen und Anwärtern für die hervorragende Ausbildung. Dazu zählen die Nachwuchsjuristen bei Cerha Hempel etwa „umfassende Gespräche mit dem Ausbildungsanwalt, worauf es in der Praxis und für die Rechtsanwaltsprüfung ankommt“.

Sie beschreiben auch, dass die Kanzlei von Anfang an viel Wert legt auf eigenverantwortliches Arbeiten und hohe fachliche Qualität. Ein Rat an andere Bewerber lautet deshalb: „Wenn Sie beides zeigen, werden Sie sehen, dass die Kanzlei das anerkennt und honoriert.“ Mit dem Anspruch und dem Niveau der Arbeitsinhalte sind die jungen Juristen in der JUVE-Umfrage ebenfalls überdurchschnittlich zufrieden. Mit der Kommunikation seitens des Arbeitgebers und der Personalführung zeigen sich die Anwärter bei Cerha in der JUVE-Umfrage ähnlich zufrieden wie der Marktdurchschnitt. Allerdings ergibt sich auch klar, dass dies nicht einheitlich für alle Praxisgruppen gilt. In einzelnen Bereichen beklagen die angehenden Anwältinnen und Anwälte eklatante Mängel in der Personalführung, die regelmäßig zu Abgängen führen. „Das persönliche Interesse einzelner Führungskräfte steht dabei über allem“, schreibt ein Konzipient.

Abhängig vom Team. Trotz moderner Laptops sind die Nachwuchsanwälte immer noch unzufrieden mit dem digitalen Arbeitsumfeld. Auch flexibles Arbeiten, etwa im Homeoffice, hängt bei der Kanzlei stark davon ab, in welchem Team die Anwärterinnen und Anwärter arbeiten – „eine einheitliche Vorgabe wäre wünschenswert“, regt ein Teilnehmer in der Umfrage an. Denn immerhin kommen die Nachwuchsjuristen in der JUVE-Umfrage auf fast 54 Wochenstunden, also 2 mehr als der Durchschnitt, und lediglich auf etwas mehr als 13 Urlaubstage. Dennoch sind sie mit der Arbeitsbelastung und dem Betriebsklima ähnlich zufrieden wie die Umfrageteilnehmer insgesamt. Erheblich gewandelt hat sich, in welchem Ausmaß die Kanzlei ihre internationalen Niederlassungen in die Ausbildung ihrer jungen Juristen einbringt. Dafür stehen beispielhaft die Secondments in den zentral- und osteuropäischen Standorten, die ihnen seit 2020 offenstehen.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Österreich: Wien
Umsatz in Österreich 2021/22: 41 Millionen Euro
Internationale Präsenz und Einbindung: Mit insgesamt rund 140 Juristen ist Cerha Hempel in Zentral-, Ost- und Südosteuropa etabliert. Aktuell verfügt sie über Büros in Bratislava, Budapest, Bukarest, Timisoara, Chisinau, Minsk, Prag und Sofia. Sie ist zudem Mitglied des internationalen Kanzleinetzwerks Lex Mundi.
Juristen in Österreich: 89
Frauenanteil Juristen: 31 %
Neueinstellungen Konzipienten 2023: 17
Praktikumsplätze 2023: mind. 22

Das JUVE-Urteil

Konzipientenausbildung
Konzipientenzufriedenheit
Gehalt
Aufstiegschancen
Internationalität

Renommee

Arbeitsrecht
Bank- und Finanzrecht
Kapitalmarktrecht
M&A
Gesellschaftsrecht
Marken- und Wettbewerbsrecht
Immobilienwirtschaftsrecht
Baurecht
Kartellrecht
Prozesse
Schiedsverfahren
Sanierungs- und Restrukturierungsberatung
Umwelt, Planung, Regulierung/
Vergaberecht
Steuerrecht

Vergütung*

Über alle Senioritätsstufen hinweg ist ein Bonus von bis zu zwei Bruttomonatsgehältern möglich. Dieser richtet sich unter anderem nach dem Erreichen von Zielvereinbarungen, etwa Umsatz, Engagement und Verwaltungstätigkeiten.
Position Monatlich (in Euro)
Praktikanten 1.700 Euro; mit Abschluss 1.850 Euro
Studentische/wissenschaftliche Mitarbeiter (pro Stunde): je nach Studienfortschritt ab 11,22 Euro bis 16,17 Euro bei Absolventen
Konzipienten 1. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.200 bis 3.850 Euro
Konzipienten 2. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.400 bis 4.000 Euro
Konzipienten nach der großen Legitimationsurkunde (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.700 bis 4.500 Euro
Konzipienten nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur Eintragung (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.400 bis 5.000 Euro
* Kanzleiangaben; Bruttogrundgehalt exklusive Kammerbeitrag und Mitteln für die Versorgungseinrichtung. Beides übernimmt die Kanzlei.

Lob und Kritik von den eigenen Konzipienten

„Die Vorgesetzen nehmen sich für Konzipienten genug Zeit und sparen nicht mit Lob.“
„Kluge Leute, von denen man viel lernen kann, und der Humor kommt nicht zu kurz.“
„Bestimmte Departments leiden massiv an mangelhaften Führungsqualitäten.“

Highlights Praktikum

  • Flexible Arbeitszeiten (10 bis 20 Stunden) ausgerichtet an Stundenplänen und Prüfungsterminen
  • Sommerpraktika mit 12 Seminaren und Workshops

Highlights Ausbildung und Karriere

  • Netzwerktreffen zum Austausch mit Kollegen, welche die RAP bereits absolviert haben
  • Secondments in zentral- und osteuropäischen Niederlassungen
  • Unterstützung bei Promotion und ausländischen Abschlüssen

Karriere und Partnerschaft

Mit der Eintragung fällt die Entscheidung, ob ein Konzipient als Anwalt übernommen wird. Nach durchschnittlich vier Jahren kann er zum Contract-Partner ernannt werden. Anwälte, die nicht in die Vollpartnerschaft aufgenommen werden, können dauerhaft als Substituten in der Kanzlei weiterarbeiten.