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Juve Top 20

CMS Reich-Rohrwig Hainz

Durch die CEE-Büros von CMS Reich-Rohrwig Hainz und den weltweiten CMS-Verbund sind Mandate mit grenzüberschreitenden Bezügen in vielen Fachbereichen an der Tagesordnung. Auch der Kontakt mit Kollegen ausländischer Büros geht damit einher. Dementsprechend bewerten die eigenen Anwärterinnen und Anwärter CMS in der JUVE-Konzipientenumfrage diesbezüglich sehr gut.

Für ihre Internationalität und die marktführende Arbeitsrechtspraxis ist die Kanzlei auch bei Konzipienten anderer Einheiten bekannt. Die eigenen Nachwuchsjuristen schätzen ihre Arbeitgeberin darüber hinaus als Ausbilderin und heben in der Umfrage etwa die CMS-Akademie hervor. Ein Teilnehmer betont „umfangreiche Weiterbildungsprogramme sowohl von CMS Wien als auch international, zum Beispiel Lernserie zum Thema ESG von internationalen Experten aus dem CMS-Netzwerk, Präsentationstechnik- und Business-Development- Workshops“. Ein anderer freut sich, dass die Kanzlei über das eigene Angebot hinaus Fortbildungen fördert: „Jede Art von Weiterbildungsmöglichkeit kann jederzeit genutzt werden, Kosten übernimmt die Kanzlei.“

Mehr Freizeit gefordert. Nicht ganz so einstimmig positiv sind die Rückmeldungen in der JUVE-Umfrage zur Work-Life-Balance. Dies könnte daran liegen, dass die CMS-Nachwuchsjuristen mit 52,6 Wochenstunden im Durchschnitt etwas mehr als eine Stunde länger arbeiten als bei den meisten anderen Kanzleien und dass sie auch im Schnitt mit 15 Tagen noch weniger Urlaub nehmen konnten als der Gesamtdurchschnitt mit 16,4 Tagen. „Mehr Freizeit“ ist damit der häufigste Grund, weshalb die Umfrageteilnehmer den Arbeitgeber wechseln würden. Zwar hat die Kanzlei 2021 ein Gleitzeitmodell eingeführt, doch dies scheint die hohe Belastung nicht bei allen abzumildern. So merkt ein Umfrageteilnehmer an: „Das Gleitzeitmodell ist schön und gut, allerdings ist es schwer, es auszuleben, bzw. variiert es von Abteilung zu Abteilung.“ Auch wenn die Kanzlei zuletzt zwei Anwältinnen zu Gesellschafterinnen ernannt hat, ist der eigenen Nachwuchs mit den Aufstiegschancen alles andere als zufrieden. Und das sowohl was die Chancen auf eine Vollpartnerschaft betrifft als auch was die Karrieremöglichkeiten abseits der Partnerschaft anbelangt.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Österreich: Wien
Umsatz in Österreich 2021/22: 38 Millionen Euro
Internationale Präsenz und Einbindung: CMS Reich-Rohrwig Hainz ist mit seinen eigenen Büros stark in Zentral- und Südosteuropa präsent, die CMSAllianz insgesamt an 73 Standorten in 43 Ländern. Alle zehn CMS-Kanzleien sind zwar wirtschaftlich eigenständig, entwickeln aber Geschäftsbereiche zusammen weiter und unterhalten in Istanbul einen Standort gemeinsam.
Juristen in Österreich: 87
Frauenanteil Juristen: 37 %
Neueinstellungen Konzipienten 2023: 11
Praktikumsplätze 2023: 25

Das JUVE-Urteil

Konzipientenausbildung
Konzipientenzufriedenheit
Gehalt
Work-Life-Balance
Internationalität

Renommee

Arbeitsrecht
Bank- und Finanzrecht
Kapitalmarktrecht
M&A
Gesellschaftsrecht
Immobilienwirtschaftsrecht
Baurecht
Kartellrecht
Prozesse
Schiedsverfahren
Marken- und Wettbewerbsrecht
Patentrecht
Umwelt, Planung, Regulierung
Vergaberecht
Sanierungs- und Restrukturierungsberatung
Steuerrecht

Vergütung*

Im dritten, vierten und fünften Berufsjahr entwickeln sich die Gehälterbandbreiten linear weiter. Wie vielen Kanzleien hat auch CMS RRH die Vergütung zuletzt deutlich angehoben. Bei den jährlichen Boni hat sie allerdings zurückgerudert: Statt bis zu zwei Monatsgehältern belaufen sich diese nun nur noch auf ein Monatsgehalt.
Position Monatlich (in Euro)
Praktikanten: 1.600 Euro brutto im Monat
Studentische/wissenschaftliche Mitarbeiter variiert nach Ausbildungsstand und möglichen Einsatzzeiten
Konzipienten 1. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.500 bis 4.000 Euro
Konzipienten 2. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.000 bis 4.500 Euro
Konzipienten nach der großen Legitimationsurkunde (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) kein Kriterium
Konzipienten nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur Eintragung (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) kein Kriterium
* Kanzleiangaben. Bruttogrundgehalt exklusive Kammerbeitrag und Mitteln für die Versorgungseinrichtung. Beides übernimmt die Kanzlei nicht, führt es aber für die Konzipienten ab.

Lob und Kritik von den eigenen Konzipienten

„ Tätigkeit und Arbeitsklima gefallen mir.“
„ Interessante Mandate, erfahrene Konzipienten und Anwälte versuchen sich Zeit zu nehmen für die Ausbildung“
„ Zumindest in meiner Abteilung so gut wie keine Work-Life-Balance“
„ Klar definierte Karrierepfade“

Highlights Praktikum

  • Sommerpraktikum im Juli, August und September: Studenten arbeiten an konkreten Mandaten in einem Fachbereich.
  • Erstellen von Vertragsdokumenten, Begleiten zu Gerichtsverhandlungen und im Juli zudem Training bei nichtjuristischen Verhandlungsspielen

Highlights Ausbildung und Karriere

  • Internationale Akademie innerhalb des CMS-Verbunds
  • Mentorensystem: Jeder Konzipient hat von Anfang an einen Mentor, die Jahresgespräche führt ein Equity-Partner.
  • Drei- bis sechsmonatige Secondments in einem der ausländischen Büros des CMS (RRH)-Verbunds oder bei Mandanten möglich.

Karriere und Partnerschaft

Nach fünf bis acht Jahren als Rechtsanwalt bzw. Contract-Partner und nach Erfüllung diverser Kriterien kann ein Jurist bei CMS in der Regel als Gesellschafter aufgenommen werden. Wenn der eingetragene Anwalt nicht Equity-Partner wird, kann er unter dem Namen der Kanzlei als Substitut weiterarbeiten. Im vergangenen Jahr hat die Kanzlei zwei Anwältinnen zu  Gesellschafterinnen ernannt.