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Juve Top 20

CMS Reich-Rohrwig Hainz

Angeblich die Großkanzlei mit den humansten Arbeitszeiten“, so lautet eine Stimme eines Nachwuchsjuristen, der sich CMS als potenziellen Arbeitgeber vorstellen kann.

Doch nicht nur dieser Ruf eilt der Kanzlei voraus, auch ihre fachliche Exzellenz und Internationalität betonen einige. In der Tat arbeiten die Wiener Juristen auf hochkarätigen Mandaten oft mit ausländischen CMS-Büros zusammen. Zudem bietet die Kanzlei ihren Anwärtern die Möglichkeit, ein Secondment über drei bis sechs Monate vorzugsweise in einer der zehn CEE-Niederlassungen zu absolvieren.
Doch nicht nur die Entsendung in ausländische Büros oder zu Mandanten in Österreich kommt beim Nachwuchs gut an. CMS erhält auch viel Lob für die kanzleieigene Akademie: „Einmal im Monat findet ein Vortrag zu unterschiedlichen Themen statt, die für die Rechtsanwaltsprüfung, aber auch den Arbeitsalltag relevant sind“, hebt ein Anwärter hervor. Dabei gibt es die nationale und die internationale CMS-Akademie: Während in ersterer vor allem nicht-juristische Themen über externe Coaches vermittelt ­werden, lehren in der internationalen ­Akademie interne Experten überwiegend ­juristische Themen. Neben der theoretischen Wissensvermittlung kommt auch der Mandantenkontakt nicht zu kurz: „Konzipienten werden von Anfang an gepusht, gegenüber dem Mandanten selbst in Erscheinung zu treten“, berichtet ein Jurist.

Unterschiedliche Ansprüche. Je nach Team sind es unterschiedliche Qualifikationen, auf die die Kanzlei Wert legt, so ist in der M&A-Praxis beispiels­weise ein LL.M. von Vorteil. Die renommierten Arbeitsrechtler der Kanzlei bevorzugen dagegen Bewerber mit Erfahrung als Universitätsassistent.
Bei den genommenen Urlaubstagen liegt die Kanzlei mit rund 11 Tagen sogar noch unter dem Durchschnitt von 13 Tagen, den die Konzipienten laut der JUVE-Umfrage erhalten haben. Und obwohl die Anwärter bei CMS mit 51 Wochenstunden fast so viel arbeiten müssen wie im Marktdurchschnitt (52), sind sie mit der Arbeitsbelastung zufrieden. Das könnte am hervorragenden Betriebsklima liegen, das viele Teilnehmer in der JUVE-Umfrage loben. Weniger zufrieden als noch im Vorjahr waren die Konzipienten in diesem Jahr jedoch mit ihren Aufstiegs­möglichkeiten.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Österreich: Wien
Umsatz in Österreich 2020/21: 35 Millionen Euro
Internationale Präsenz und Einbindung: CMS Reich-Rohrwig Hainz ist
mit eigenen Büros stark in Zentral- und Südosteuropa präsent. Die CMS-Allianz insgesamt ist an 68 Standorten in 42 Ländern vertreten. Alle elf CMS-Kanzleien sind zwar wirtschaftlich eigenständig, entwickeln aber Geschäftsbereiche zusammen weiter und unterhalten etwa in Istanbul einen Standort gemeinsam.

Juristen in Österreich: 80
Frauenanteil Juristen: 30 %
Neueinstellungen Konzipienten 2022: 11
Praktikumsplätze 2022: 20

Das JUVE-Urteil

Konzipientenausbildung
Konzipientenzufriedenheit
Gehalt
Work-Life-Balance
Internationalität

Renommee

Arbeitsrecht
Bank- und Finanzrecht
Kapitalmarktrecht
Gesellschaftsrecht/M&A
Immobilienwirtschaftsrecht
­Privates Baurecht
Kartellrecht
Prozesse
Schiedsrecht
Marken- und Wettbewerbsrecht
Umwelt, Planung, Regulierung
Vergaberecht
Sanierungs- und ­Restrukturierungsberatung
Steuerrecht

Vergütung*

Sonderzahlungen sind je nach individueller Leistung und persönlichem Engagement, bei besonderem Einsatz und Teamerfolg ebenfalls möglich. Diese jährlichen Boni können sich auf bis zu zwei Monatsgehälter belaufen.
Position Monatlich (in Euro)
Praktikanten 1.600 Euro
Studentische/wissenschaftliche Mitarbeiter 11,80 Euro pro Stunde
Konzipienten 1. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.300 bis 3.600 Euro
Konzipienten 2. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.700 bis 4.000 Euro
Konzipienten nach der großen Legitimationsurkunde (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.100 bis 4.500 Euro
Konzipienten nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur ­Eintragung (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.500 bis 4.900 Euro
* Kanzleiangaben, Bruttogrundgehalt. Kammerbeitrag und Mittel für die Versorgungseinrichtung übernimmt die Kanzlei nicht.

Lob und Kritik von den eigenen Konzipienten

„Sehr gute Kombination aus Professionalität und angenehmer Arbeitsatmosphäre“
„Interessante Mandate, anspruchsvolle Aufgaben“
„Relativ transparenter Karrierepfad“
„Gutes Gehalt“

Highlights Praktikum

  • Sommerpraktikum: Studenten arbeiten an konkreten Mandaten in einem oder zwei unterschiedlichen Fachbereichen.
  • Erstellen von Vertragsdokumenten, Begleiten zu Gerichtsverhandlungen und Training bei Verhandlungsspielen

Highlights Ausbildung und Karriere

  • Internationale Akademie innerhalb des CMS-Verbunds
  • Mentorensystem: Jeder Associate hat von Anfang an einen Mentor, die Jahresgespräche führt ein Equity-Partner.

Karriere und Partnerschaft

Nach fünf Jahren als Rechtsanwalt bzw. Contract-Partner kann ein Jurist bei CMS in der Regel als Gesellschafter aufgenommen werden. Wenn der eingetragene Anwalt nicht Equity-Partner wird, kann er unter dem Namen der Kanzlei als Substitut weiterarbeiten. Im vergangenen Jahr hat die Kanzlei keinen Anwalt zum Gesellschafter ernannt.